Fotogruppe Die Bilderkammer Max-Brauer-Schule -
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Serie: moderne Tote

Fotogruppe Die Bilderkammer Max-Brauer-Schule

Hamburg, Ø 15 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2014
Fotogruppenpreis

Schulgruppen-Preis Imaging 500 €

Homepage

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Jurybegründung

Eine fesche Baseballkappe ist nicht das, was man mit Stalin normalerweise verbindet? Die Kombination Mister Universum und römischer Kaiser erscheint zu gewagt? Oder Gandhi als smarter Anzugträger? Hast du andere Bilder im Kopf? Herzlich willkommen in der Dunkelkammer der Max-Brauer-Schule! Mit handgemachten Collagetechniken rücken die Hamburger Schüler historische Figuren in neues Licht. Indem sie klassische Fotografien mit Attributen der Gegenwart kombinieren, erschaffen sie „moderne Tote“. Ihre Neuschöpfungen sind visuell überaus verführerisch, jung zeitgemäß und erfrischend. Herzlichen Glückwunsch zu diesen handwerklich perfekten Porträts, zu einer ästhetisch spannenden Ausdrucksform, zu einfach starken Bildern!

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Interview

Interview mit Teilnehmer Moritz Sandhofer

Wie seid ihr auf die Idee zu eurer Serie gekommen und worum geht es euch dabei?
- Ich bin sehr interessiert an Geschichte und mir hat die Technik des Fotogrammes sehr gefallen, weil man hier sehr gut mit Verfremdungseffekten arbeiten kann. Leider ist diese Technik heutzutage fast schon in Vergessenheit geraten.

Wie sind die Bilder entstanden? Welche Technik(en) habt ihr benutzt?
- Hauptsächlich wurde in der Dunkelkammer gearbeitet. Ich habe auf das Fotopapier Folien gelegt, diese wurden anschließend belichtet und in Entwicklerflüssigkeit getaucht. Persönlich habe ich meine Bilder nicht umfassend nachbearbeitet, außer kleine Details anschließend am Computer. Der erste Arbeitsschritt war es, im Internet nach qualitativ guten Bildern von berühmten historischen Persönlichkeiten zu suchen, auf denen diese eindeutig zu erkennen waren. Diese Bilder habe ich dann ausgedruckt. Anschließend habe ich nach Fotos von moderner Kleidung und modischen Elementen wie z.B. Tattoos gesucht und diese ebenfalls auf Folien kopiert. Die Bilder der Persönlichkeiten wurden dann mit den modernen Elementen kombiniert.

Wo und wem zeigt ihr die Ergebnisse eurer Gruppenarbeiten? Stellt ihr eure Fotos aus? Zeigt ihr sie im Internet?
- Wir haben eine schulinterne Ausstellung veranstaltet, zu der einige Klassen gekommen sind. Außerdem werden unsere Ergebnisse auf der Schulhomepage gezeigt (www.maxbrauerschule.de) und in dem Jahresheft der Max-Brauer-Schule.


Interview mit Projektleiterin Christine Graskamp (Kunstlehrerin an der Max-Brauer-Schule, Hamburg)

Wie kam die Idee zur eingesandten Arbeit zustande? Was war der Anlass für das Projekt?
- Anlass des Projekts war die Wiederbelebung unserer alten Dunkelkammer im Keller der Schule. Es stehen dort nur 6 Arbeitsplätze zur Verfügung, sodass mehrere Fototechniken eingeführt werden mussten, um die Projektarbeit räumlich zu entzerren. In der Anfangsphase probierten die SuS (Schülerinnen und Schüler) viel aus, sollten sich dann in eine Technik vertiefen und hatten 2 Monate Zeit, eine Serie von mindestens 5 Bildern herzustellen, wobei ihnen die Thematik freigestellt wurde. So entstanden unterschiedlichste Arbeiten mithilfe verschiedenster Techniken: Lochkamera, Fotogramme, Cliché verre, Chemogramme, Negativverfremdungen und analoge Fotografie.
Die SuS hatten auch außerhalb des Kurses die Möglichkeit, in der Dunkelkammer zu arbeiten. Viele hatten großen Spaß an den experimentellen Techniken und waren fasziniert von der manuellen Möglichkeit der Fotoherstellung. Da viele weder mit Fotonegativen noch mit analoger Fotografie vertraut waren, öffnete sich hiermit ein völlig neues Feld für sie. Sie erfuhren, dass das Herstellen von Lichtbildern auch eine künstlerisch-handwerkliche Seite haben kann, und dass es sich durchaus lohnt, auch eine Fotografie unter künstlerischen Gesichtspunkten zu betrachten.

Seit wann werden an Ihrer Schule Fotoprojekte durchgeführt?
- An der Max-Brauer-Schule gibt es schon seit längerer Zeit ein Werkstattangebot Fotografie für unsere Mittelstufenschüler. Seit 2012 können nun auch wieder Kurse in der Dunkelkammer angeboten werden.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für Sie? Welche fachliche?
- Fotografie hat mich schon während meines Studiums fasziniert: sowohl die neuen Möglichkeiten der digitalen Fotografie als auch das traditionelle, handwerkliche Arbeiten im Schwarz-Weiß-Labor.
Bei meiner Arbeit merke ich, wie gewinnbringend gerade die analoge Technik für SuS sein kann. Sie fordert Geduld und Zeit. Die Dunkelkammer mit ihrer zeitlosen Atmosphäre hilft den SuS, sich noch besser auf ihre Arbeit zu konzentrieren und sich besser einlassen zu können auf die unterschiedlichen Vorgänge. Die Arbeit mit der analogen Technik schult den Blick für Licht und Komposition von Bildern. Die SuS lernen, genauer hinzuschauen und den Ausdruck und die Intention ihrer Bilder zu reflektieren.
















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Preisträgerfotos + 2014

 

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