Julia Skopnik - das Talent, meinen Kopf zu verlieren
das Talent, meinen Kopf zu verlieren

Julia Skopnik

Lutherstadt Wittenberg, 25 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2014
Imaging und Experimente

3. Preis Imaging 300 €

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Jurybegründung

Aus zwei mach eins: Zwei voneinander unabhängige Aufnahmen, zusammengefügt zu einem Bild. Das verwirrt, das stellt einen vollkommen neuen Sinnzusammenhang her. „Das Talent, meinen Kopf zu verlieren“ betitelt Julia Skopnik ihr freches Arrangement. Und wahrlich steht sie kopflos vor dem Spiegel, nackt, mit einem alten analogen Fotoapparat in den Händen. Anstelle des Kopfes sind in diesem zweigeteilten Werk Gräser getreten. Skurril und irritierend, verträumt und verspielt. In zurückhaltender Farbigkeit entfaltet diese Bildkomposition leise-humorvoll ihren ganz besonderen Charme.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen und worum geht es dir dabei?
- Die Idee der Zusammensetzung der beiden Einzelfotos ist mir erst beim Anschauen der Abzüge gekommen. Ich habe diese immer vor mir ausgebreitet, um zu schauen, bei welchen es sich lohnt, sie zu scannen. Dabei fiel mir auf, dass sich diese zwei Fotos auf eine ganz interessante Weise kombinieren lassen.

Wie ist das Bild entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Die Bilder habe ich mit einer EXA 1a aufgenommen (wie eindeutig im Bild zu sehen ist), die Negative habe ich dann gescannt und mit GIMP zusammengesetzt.

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht? Was fasziniert dich an ihm?
- Das Bild begleitet mich schon sehr lange – seit November 2007. Es ist kurz nach meinem Umzug nach Dresden entstanden, sodass ich es immer mit dem Beginn dieses neuen Lebensabschnitts verbinde. (Eigentlich wollte ich mit dem Film, auf dem die Fotos sind, meine neue Wohnung dokumentieren: meine Ikea-Pflanzen, mein Badspiegel etc.) Seit dieser Zeit ist mit dem Bild schon einiges passiert; es wurde hier und da gezeigt oder gedruckt – sodass ich eine enge Bindung zu ihm habe und es sozusagen ein Logo/Symbol/Sinnbild(?) meiner Fotografie ist.

Hast du bisweilen das Talent, deinen Kopf zu verlieren? Wo und wie findest du ihn dann wieder? :-)
- Ja, das Talent habe ich auf jeden Fall. Das heißt, manchmal sehr emotional zu sein, keinen klaren Gedanken fassen zu können oder zu viele parallele Gedanken zu haben, unüberlegt zu handeln und wankelmütig zu sein. Und das ist gut so! Das Zitat von Senore Matze Rossi endet ja auch mit „… hat mich weit gebracht. Naja, auf jeden Fall hierher.“ Um mich zu ordnen, hilft es mir, alleine zu sein und in mich hineinzuhören. Ich kann wiederum auch sehr Vernunft geleitet und pragmatisch handeln. Vielleicht schwanke ich auch zu sehr zwischen den Polen…

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen? Weißt du noch, was dein erstes Foto war?
- Bewusst (und analog) fotografiere ich seit 2007, welches ein sehr ereignisreiches und intensives Jahr war. Ich habe ein Ausdrucksmittel oder Sprachrohr für all die inneren Empfindungen gebraucht, dann fiel mir die alte EXA meiner Eltern in die Hände – und es ging los. Zunächst habe ich digital durch den Schachtsucher fotografiert, was eher anstrengend war, weswegen ich die Digicam irgendwann wegließ und nur die EXA benutzte. Die ersten Fotos wurden alle in meinem alten Kinderzimmer gemacht.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Am meisten fotografiere ich Menschen (die ich mag – keine Modelle, unverhüllt) und das Wasser (See, Meer, Fluss) – und Regentropfen auf Scheiben! In letzter Zeit auch vermehrt urbane Motive, was ich Jahre lang gar nicht tat, aber das geht so schön nebenbei im Alltag.
Eigentlich mag ich es auch, Situationen bzw. Bilder zu inszenieren, aber momentan fehlen mir die Zeit und vielleicht auch die Ideen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ja, aber keine berühmten, außer vielleicht Alison Scarpulla als Berühmtheit aus dem Internet, bezüglich Inszenierung und Traumwelten. Und Rüdiger Beckmann bezüglich Unperfektheit und Authentizität. Ansonsten sehr gute Freunde, die ebenfalls intensiv, teilweise ganz anders als ich und technisch besser fotografieren. Um Namen zu nennen: Martin Wunderwald, Christian Retschlag.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Es ist ein schönes Ausdrucksmittel für innere Prozesse. Es setzt mich in Bewegung und verbindet mich mit Menschen. Aus diesen Gründen würde ich ungern darauf verzichten.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Ich zeige meine Fotos hauptsächlich im Internet. Manchmal ergeben sich auch Ausstellungen und Veranstaltungen, auf denen ich meine Fotos zeige. Das passiert dann meist in den Städten, in denen man wohnt und lebt.

Hast du eine eigene Website? Bist du in einer Foto-Community / Social Media Plattform?
- http://zweifellosmondbetont.de
https://www.facebook.com/ZweifellosMondbetont
https://www.flickr.com/photos/zweifellos_mondbetont



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