Marius Land -
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Aus dem Fotobuch: TREIBEN

Marius Land

Berlin, 24 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2014
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe D (21-25 Jahre)

Fotobuch-Preis 500 €

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Jurybegründung

Sich einfach mal treiben lassen. Die Welt erfahren. Menschen begegnen. Ihre Geschichten hören. Unbekannte Stadt- und Naturlandschaften sehen. Das Leben genießen. In dem Moment aufgehen, ihn in Bildern und Worten festzuhalten versuchen. In seinem Fotobuch „Treiben“ erzählt Marius Land von der Wahrnehmung fremder Orte und Personen, von der Stimmung und Atmosphäre des Unterwegsseins. In einem dynamischen Rhythmus zeigt er Bilder, die unterschiedlicher kaum sein können, ergänzt durch poetische Texte, die erst nach und nach zum Vorschein kommen. Beides präsentiert in einem perfekten Layout, harmonisierend im Buchformat. Das Buch lädt dazu ein, sich treiben zu lassen, es immer und immer wieder durchzublättern und dabei stets etwas Neues zu entdecken.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Buch gekommen und worum geht es dir dabei?
- Bei dem Projekt ging es vor allem darum, mich selber und meine Art zu fotografieren besser kennenzulernen. Es ging nie darum, Erinnerungen der bereisten Orte festzuhalten, sondern einem Zustand nachzuspüren. Dem Zustand auf Reisen zu sein, losgelöst vom Alltäglichen, ohne besonderen Plan.

Wo hast du dich treiben lassen? Wie lange warst du unterwegs?
- Die Reise ging in Berlin los. Meine Freundin Mariam und ich trampten durch Südosteuropa und die Türkei nach Georgien. Von dort ging es nach Indien, Burma, Thailand und Kambodscha. Insgesamt waren wir 7 Monate unterwegs.

Wie lässt du dich am liebsten treiben? Was bedeutet „treiben lassen“ für dich?
- Ich mag das Gefühl, Zeit vor sich zu haben, die nicht determiniert ist, in der alles passieren kann. Besonders trampen reizt mich, da man nie weiß, wo man abends landet und auf wen man trifft. Oft wurden wir in Familien eingeladen und verbrachten wunderbare Abende dort, während es auch Nächte gab, die wir auf Fußballfeldern oder am Strand verbringen mussten, weil sich kein Schlafplatz bot.

Wie ist die Serie entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Mein Versuch bestand darin, nicht auf eine bestimmte Art zu fotografieren. Ich wollte frei bleiben und die Bilder aus dem jeweiligen Moment entstehen lassen, ohne den Einfluss der bereits gemachten Bilder. Deshalb fotografierte ich auf Film. Zurück in Berlin ließ ich die Filme entwickeln und machte im Labor Kontaktbögen und Abzüge. Die Laborarbeit war ein wichtiger Teil im Entstehungsprozess des Buches, da hier die eigentliche Arbeit des Rekonstruierens der Reise und die Auswahl geschahen. Als weitere Inhaltsebene schrieb Mariam Texte über die Personen, die wir kennenlernten. Viele Begegnungen waren nur sehr kurz und deshalb besonders freundschaftlich und nah. Vielleicht weil klar ist, dass man nur eine sehr kurze Zeit miteinander teilt und dann jeder wieder seiner Wege geht.

Warum hast du genau diese Serie ausgesucht? Was fasziniert dich an ihr?
- Die Reise und das erste Buch zu machen, werden immer eine wichtige Erfahrung bleiben, auch wenn sich mein Leben und meine Art zu fotografieren seitdem geändert haben. Ich den-ke, so ziemlich jeder tritt irgendwann eine Art „große Reise“ an, auf der sich sein Weltbild formt und verändert. Auf der man vor allem auf sich selber trifft. Ich bin froh, dass ich diesen Zustand für mich in eine Form bringen konnte.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen? Weißt du noch, was dein erstes Foto war?
- Mein erstes bewusstes Bild war ein Foto des Gartens meiner Oma, das ich mit 15 oder 16 gemacht habe. Man sieht eine weiße Gartenliege, im Hintergrund zwei große Tannen und ein Rundbeet. Alles ist ein wenig unscharf. Das Bild hängt in meinem Zimmer und erinnert mich an meine Heimat, das Ruhrgebiet, aus der ich viel schöpfe. Wirkliches Interesse für die Fotografie formte sich durch Professor Wiebke Loeper, die mir innerhalb meines Studiums zeigte, wie vielfältig Fotografie genutzt werden kann, um komplexe Gedanken und Geschichten sichtbar zu machen.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Jedes meiner bisherigen Projekte ist sehr unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass ich bestimmte Motive fotografiere. Ich versuche, dem auf den Grund zu gehen, was mich interessiert.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Am meisten geprägt haben mich Wiebke Loeper und Tobias Zielony. Darüber hinaus sind die Arbeiten von Wolfgang Tillmans, Paul Graham, Rinko Kawauchi, Michael Schmidt, Joachim Brohm, Thomas Ruff und Elisabeth Neudörfl eine wichtige Auseinandersetzung für mich.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie ist für mich eine Möglichkeit, Dinge herauszufinden und sichtbar zu machen, die mich interessieren. Wie am Ende einer Arbeit das Ergebnis aussieht, weiß ich oft selber nicht. Was mich besonders an dem Medium interessiert, ist, dass man sich aus Fragmenten der Realität ein eigenes Bild formen und anderen vermitteln kann.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Während der Entwicklung einer Arbeit zeige ich die Bilder meistens Freunden, da sie mich kennen und ehrlich sind. Dieser Austausch hilft mir dabei, meine Ergebnisse immer wieder zu überprüfen. Ist eine Arbeit fertig, nutze ich gerne Räume, um sie zu präsentieren. Eine Ausstellung ist jedes Mal anders. Sie gibt dir die Möglichkeit, einen Raum zu schaffen, der mehr als eine Sammlung von Bildern ist und in den Besucher eintauchen können.

Hast du eine eigene Website?
- www.mariusland.com





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