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Raam Aldulkarim

Aus der Serie: So nah, so fern

On the Move, SocialVisions e.V. Berlin

Berlin, Ø 20 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Fotogruppenpreis

Fotogruppenpreis 500 €

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Jurybegründung

„In Potsdam wusste ich auf einmal nicht mehr, was ich fotografieren sollte. Einkaufszentren? Schön verputzte Häuser ohne Einschusslöcher?“ Ein Zitat von Morad Al-Deeb, einem der Teilnehmer des Fotoprojekts „On the Move“. Aus Syrien Geflüchtete portraitieren sich selbst oder gegenseitig und berichten von ihrer Flucht und ihrem neuen Leben in Potsdam. So individuell wie die Biografien sind auch die fotografischen Herangehensweisen. Für jedes Portrait wurde dabei eine überraschende und stimmige Umsetzung gefunden. Das Projekt, das bildnerisch die vielfältigen Mittel der Fotografie gekonnt auslotet, stellt ein besonders relevantes Dokument der Jugendkultur und Zeitgeschichte dar.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu dem Foto gekommen?
[MORAD AL-DEEB]: Ich habe schon in Syrien viel fotografiert. Als die Revolution 2011 begann, habe ich die Gewalt dokumentiert, um der Welt zu zeigen was passierte. Es ist wirklich frustrierend, weil sich in den letzten 8 Jahren nichts verändert hat. Es ist einfach immer schlimmer geworden. Hier in Deutschland war ich eigentlich nicht sehr motiviert zu fotografieren, das hat sich erst geändert, als ich an dem Workshop von SocialVisions teilgenommen habe. Wir haben uns viel mit den Fragen zu Herkunft und Identität beschäftigt. Und ich ging in einen Laden, der Möbel, Lampen und andere Gegenstände, u.a. auch aus meiner Heimat, verkauft und dann habe ich in den Spiegel geschaut und mich zwischen all diesen Dingen gesehen, die mich an zu Hause erinnert haben.

Wie genau ist das Bild entstanden? Welche Techniken hast du verwendet?
[HEWA IBRAHIM]: Wir hatten sie Aufgabe ein Selbstportrait zu machen und dabei sollten wir vermeiden, dass das Gesicht klar zu sehen ist. Ich habe mich im Badspiegel beobachtet und versucht, meinen Kopf so zu drehen, dass man mein Gesicht nicht erkennen konnte. Dann hatte ich die Idee mit dem Wasserdampf und habe heißes Wasser eine Weile laufen lassen, so dass mein Spiegelbild nicht mehr zu erkennen war. Jetzt war es perfekt!

Warum hast du am Projekt teilgenommen?
[LAVA HASSO]: Ich möchte Journalistin werden und ich interessiere mich für alles, was damit zu tun hat. Ich würde gerne studieren, aber dafür muss ich noch besser Deutsch sprechen. Ein Freund hat mir von dem Projekt erzählt und ich wollte unbedingt dabei sein, obwohl weit weg wohne, in einem kleinen Ort in Brandenburg, fast 1,5 Stunden von Potsdam entfernt. Aber bei uns in der Nähe gibt es nur wenig Angebote.

Fotografierst du auch außerhalb der Fotogruppe?
[BASHAR OUDEH]: Ja klar fotografiere ich auch außerhalb der Fotogruppe. Mehrmals in der Woche bin ich unterwegs, auch allein. Aber in der Gruppe macht es natürlich mehr Spaß. Das Fotografieren ist mir sehr wichtig, am liebsten fotografiere ich Portraits und Landschaften. Ich gehe noch zur Schule, aber ich würde gerne schon nebenbei als Fotograf arbeiten.

Welche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
[Mouhammad Archoukieh]: Fotografie ist mir sehr wichtig. Ich fotografiere gerne, aber ich schaue mir auch gerne Bilder an. Im Moment habe ich leider wenig Zeit. Ich habe angefangen zu studieren. Daher bleibt mir gerade nicht viel Zeit, aber ich werde nie aufhören zu fotografieren.

Was möchtest du durch deine Fotografie der Welt mitteilen? Hast du Vorbilder in der Fotografie?
[RAAM ABDULKARIM]: Ich möchte durch das Fotografieren mich der Welt mitteilen und Geschichten erzählen, die man sonst im Alltag nicht wahrnehmen würde. Eigentlich geht es mir darum, eine andere Perspektive auf die Wirklichkeit zu zeigen, also nicht nur das was wir sehen.
Ich habe keine Vorbilder in Fotografie, aber ich würde schon sagen, dass alle Fotografen für mich Vorbilder sind und ich von ihnen allen lernen kann.

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