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Generation 1

Aus der Serie: Vorzeigeort

Noah Müller

Hettstadt, 20 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe C (16-20 Jahre)

Auszeichnung 300 €

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
Das ist schwer zu sagen, da es ein Prozess war. Schon bei meiner Bewerbung für das Studium (2016) habe ich mich mit der Thematik „Lebensraum“ beschäftigt. Nach und nach sind immer weitere Interieur-Aufnahmen bei Freunden und Bekannten entstanden. Während ich mich dabei intensiver mit Walter Benjamin und dem „Optisch Unbewussten“ beschäftigt habe, bin ich auf die Idee gekommen, den Ort, den man für Außenstehende zugänglich macht, zu fotografieren. Denn genau das sind Orte des Unbewussten, in denen man etwas lesen kann und Geschichten erzählt werden.
Das meine ich auch mit „Prozess“ – ich habe einfach daran weitergearbeitet, ohne dass ich genau wusste, wohin die Reise geht. Durch den Prozess des Analysierens der Bilder hat sich allmählich diese Idee ergeben und gefestigt.

Wo hast du diese „perfekten“ Lebensräume vorgefunden?
Ich habe die Lebensräume bei Freunden und Verwandten gefunden, obwohl ich sie nicht als perfekt bezeichnen würde.

Was fasziniert dich an den Motiven?
Ich finde an den gezeigten Motiven die vielen Verknüpfungen, die in einem Bild, aber auch in der Serie zu finden sind, interessant – und die damit verbundenen Geschichten, die aus den Bildern lesbar werden. Man erfährt, wie sich der gesellschaftliche Blick/Wandel zeigt.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Ich interessiere mich für Themen, die die Thematik „Lebensraum“ und auch die Fragestellung „Wie lebt der Mensch?“ behandeln. Die sogenannten Motive ergeben sich aus der Beobachtung meiner Umwelt und dem Nachdenken über die eben genannte Fragestellung.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich finde, bei mir muss man differenzieren zwischen „hobbymäßigem Fotografieren“ und „professionellem Fotografieren“. Seitdem ich studiere, mittlerweile seit 2 Jahren, fotografiere ich professionell. Das bedeutet für mich, sich Gedanken darüber zu machen, was Fotografie ist, was ich damit kommunizieren will und zu reflektieren, differenzieren, selektieren. Die Zeit davor habe ich „nur“ hobbymäßig fotografiert. Wie ich auf die Fotografie letztendlich gestoßen bin, ist schwer zu sagen. Ich kann nur sagen, dass meine Großmutter ein Fotogeschäft hatte, in dem sie Fotoapparate, Zubehör und ähnliches verkauft hat, sowie Schwarzweißfilme im eigenen Labor entwickelt hat, und mein Großvater leidenschaftlicher Hobbyfotograf war. Das hat mich wohl schon mal ein wenig beeinflusst. Ein weiterer Faktor, der mich zur Fotografie gebracht hat, ist Skateboard-Fahren. Wir haben uns schon als Kinder gegenseitig gefilmt und fotografiert, um die Tricks festzuhalten. Meine erste Kamera war damals die Olympus mju 840, die ich mir mit ungefähr 13 Jahren von meinem eigenen Geld gekauft habe – hier hat wohl alles angefangen.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
Ich finde, das Faszinierende an der Fotografie ist die Unabhängigkeit. Jeder kann sie lesen, verstehen und interpretieren, wohingegen die Schrift „codiert“ ist. Das Nächste, was ich spannend finde, ist die Konnotation – jeder interpretiert etwas anderes hinein, je nach Kultur und Vorkenntnis.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Vorbilder habe ich viele, auch wenn sich nicht alle in meiner Arbeit widerspiegeln. Wen ich total gut finde, sind Bernd und Hilla Becher und die daraus hervorgehende Düsseldorfer Fotoschule. Betonen möchte ich hierbei Thomas Struth, obwohl ich auch andere Künstler herausragend finde, wie beispielsweise Gursky oder Ruff. Ansonsten wären da noch Künstler wie Wolfgang Tillmans, Jürgen Teller, Menno Aden oder Julian Röder, welche ich klasse finde.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
Natürlich bespreche ich ab und an Bilder in der Hochschule und stelle dort zur Semesterausstellung ein wenig aus, aber sonst zeige ich, bis auf Freunden oder Bekannten, niemandem meine Bilder. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, stelle ich natürlich aus, allerdings müssen der Ort und der Kontext der Ausstellung für mich in Ordnung sein.

(Wo) findet man deine Bilder im Internet?
Meine Bilder findet man im Internet unter www.noah-mueller.com oder auf Instagram @no.mueller.

Wie bist du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam geworden?
Zum einen hat mich mein Dozent Marcus Kaiser auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht, und zum anderen habe ich davon im Internet gelesen und dachte mir – da mach ich mit!

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Preisträgerfotos + 2018 + Alter: 16–20 Jahre

 

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