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Planten un Blomen 2

Aus der Serie: Sicherheitszone 2 - Fotografien zu den Gipfeln G20 und OSZE in Hamburg

Fabian Ritter

Dortmund, 25 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe D (21-25 Jahre)

 
 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
Im Vorfeld des OSZE-Gipfels habe ich auf einem Hamburger Nachrichtenportal ein Pressebild einer Absperrung gesehen. Das hat bei mir direkt eine Reaktion hervorgerufen, wenige Stunden später war ich auf dem Weg nach Hamburg. Ich dachte: „Hey, das kannst du nochmal anders fotografieren, vielleicht gibt es mehr davon“. Dass diese Absperrungen und Szenerien eine starke Symbolik mit sich bringen, war mir dann auch direkt klar.

Was hat dich dazu bewogen, die Nebenschauplätze der Gipfel als Motivwelt zu wählen? Was fasziniert dich an ihnen?
Für mich war bei den beiden Gipfeln schnell klar, dass die „normalen“ Bilder auch ohne mein Zutun ausreichend vorhanden sind. Wie beispielsweise der „Planten und Blomen“ Park oder auch die Straßen rund um die Hamburger Messehallen ausgeleuchtet waren, war in der Summe sehr beeindruckend. Mit den Nebenschauplätzen kann ich eine alternative Geschichte erzählen, die es vielleicht sonst gar nicht gibt.

Was möchtest du mit deiner Serie vermitteln?
Die medial breit publizierten Bilder vom roten Teppich und der Gewalteskalation haben viele zentrale Fragen der politischen Gipfel in den Hintergrund rücken lassen. Generell möchte ich die BetrachterInnen meiner Arbeit zum Nachdenken anregen. Wer schützt wen auf diesen Gipfeln, auf welche Art und Weise? Was sind die Machtstrukturen und Ereignisse, die im Endeffekt auch solche Bilder entstehen lassen?

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Wie wir alle von DOCKS Collective, arbeite ich hauptsächlich dokumentarisch bzw. essayistisch an journalistischen Themen. Ansonsten verfolge ich auch immer wieder eher künstlerische Ziele mit meiner Fotografie. Ich denke, in der Arbeit „Sicherheitszone 2“ kommen die dokumentarischen und künstlerischen Ansätze gut zusammen. Wenn mir ein Thema wichtig ist, kommt die Gelegenheit schon früher oder später.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
Fotografie ist meine kreative Ausdrucksform als Mensch, Journalist und Künstler.
Von einem persönlichen visuellen Tagebuch, das ich führe, bis hin zur konzeptionellen Arbeiten gibt es da ein breites Spektrum, wie ich Fotografie nutze, jede Art innerhalb dieses Spektrums ist wichtig. Für mich ist Fotografie ein universelles Kommunikationsmittel, das auch am anderen Ende der Welt funktionieren kann.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Die wichtigste Vorbildfunktion für mich hat der Fotograf Christoph Bangert, den ich als meinen wichtigsten Lehrer nennen möchte. Herr Bangert hat mich mit seiner Art, über Fotografie zu reflektieren, stark beeinflusst. Ansonsten gibt es selbstverständlich eine Reihe toller FotografInnen, die mich inspirieren und deren Projekte ich für extrem gelungen halte. Die Liste wäre definitiv zu lang, um sie hier aufzuführen!

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
Ca. zweimal pro Jahr gibt es Solo-Ausstellungen von mir zu sehen, zu denen ich mir viel Gedanken mache. Für BertrachterInnnen soll sich das definitiv lohnen, meine Ausstellungen zu besuchen. Ansonsten sehen meine FreundInnen und LehrerInnen von der Hochschule meine neuen Arbeiten zuerst. Ein Umfeld zu haben, in dem man gutes und ehrliches Feedback auf seine Bilder und Ideen bekommt, halte ich für entscheidend auf dem beruflichen Weg als Fotograf.

(Wo) findet man deine Bilder im Internet?
Mehr Bilder von “Sicherheitszone 2” sowie andere Arbeiten von meinen Freunden aus dem Kollektiv gibt es auf www.dockscollective.com.

Wie bist du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam geworden?
Tatsächlich über einen Aushang bei uns an der FH! Die Gewinnerarbeiten von euren vorigen Wettbewerben kenne ich aber natürlich auch.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Meine erste Spiegelreflex habe ich mit 14 Jahren gekauft, ab dann war Fotografie ständiger Begleiter. Motivation damals war, dass aufgrund von beruflichen Veränderungen meiner Eltern ein Umzug von Franken nach Österreich in Aussicht stand. Also begann ich, meine FreundInnen sowie meine Heimatstadt Aschaffenburg mit der Kamera festzuhalten – das hat mir viel bedeutet, viel Spaß gemacht und machte den Umzug ins große Unbekannte auch etwas leichter. In Österreich ging es dann weiter, bis hin zu meinem aktuellen Studium der Fotografie an der FH Dortmund.

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