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Aus der Serie: Gefundene Gefühle

Clarita Phiri Beierdoerffer

Berlin, 20 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe C (16-20 Jahre)

Hauptpreis 500 €

 
 

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Jurybegründung

Für Clarita-Phiri Beierdoerffer ist die Kamera ein ständiger Begleiter. Mit ihrer Bildserie „Gefundene Gefühle“ präsentiert sie einen Ausschnitt aus mehreren Jahren Fotografie – auch in einsamen Momenten. Man findet in den wundervoll komponierten Fotos die starken Emotionen wieder. Es ist wie eine Reise durch die Welt des Unterbewusstseins. Menschen tauchen nur versteckt und schemenhaft in den Bildern auf. Je weniger die Fotografin zeigt, umso mehr will der Betrachter entdecken, umso genauer schaut er hin. Clarita-Phiri Beierdoerffer hat eine visuell starke Serie komponiert, subjektiv und leise und voller Lebensgefühl.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
Seit ich 14 bin, fotografiere ich hin und wieder spontane Momente und gefundene Objekte auf der Straße, im Wald oder auf Reisen. Die Bilder habe ich dann mit der Zeit gesammelt. Letztes Jahr wollte ich unbedingt aus diesen Bildern ein Buch machen, wusste aber nicht so genau, zu welchem Thema ich die Bilder einordnen konnte. Die Sammlung habe ich dann „Gefundene Gefühle“ genannt und von da aus angefangen, bewusst zu diesem Titel weiter zu fotografieren.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei?
Bevor die Serie zu einer Serie wurde, war es mir wichtig, die Momente so in Erinnerung zu behalten, dass wenn ich die Bilder künftig anschaue, genau überlegen muss, was an diesem Tag war und vor allem, wie es mir ging. Gegen das Vergessen schreibe ich mir aber dann auch auf, was an diesem Tag war.

Sind deine „Gefundenen Gefühle“ alles spontane Momentaufnahmen?
Nein, das sind sie nicht, einige sind neu entwickelte Spontan-Aufnahmen, wenn man das so sagen kann – sprich: ich habe einst etwas Schönes gesehen, erlebt oder gefühlt und diese Erinnerung dann in ein Foto umgewandelt.

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht? Was fasziniert dich an ihnen?
Am meisten fasziniert mich die chronologische Reihenfolge und dass ich mich, wenn ich die Bilder anschaue, haargenau daran erinnern kann, was an diesem Tag war, und dass diese Bilder zu ein paar der schönsten Zeiten meines kurzen Lebens gehören.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
Die Fotografie bedeutet mir sehr viel. „Früher“ habe ich fotografiert, damit ich einen Grund hatte, Menschen auf der Straße anzusprechen. Fotografie war meine Waffe der Kommunikation… Ich habe gelernt nicht mehr schüchtern zu sein. Vor drei Jahren habe ich das Fotografieren als Mittel zur Selbstheilung für mich entdeckt. Ich habe aufgehört, ständig mit meiner Kamera rumzulaufen und habe nur dann fotografiert, wenn ich etwas innerlich verarbeiten musste.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Mit 12 Jahren habe ich zu Weihnachten eine Videokamera bekommen, die eine Bildfunktion hatte – anfangs habe ich natürlich viel gefilmt und oft mit meiner besten Freundin komische YouTube Videos und Interviews in der Mall gemacht, und irgendwann fand ich es schön, Blumen zu fotografieren – von da an habe ich alles ausprobiert.



Wie bist du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam geworden?
Eine meiner Klassenkameradinnen sagte mir irgendwann, dass die Teilnahmefrist fast vorbei ist und daraufhin habe ich mir die Webseite angeschaut.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
Als ich noch im Lette-Verein war und Bilder präsentieren musste, hat mein Mentor Alfred Steffen meine Bilder immer zuerst gesehen. Von ihm habe ich immer fundamentale Kritik bekommen und wusste ganz genau, wo ich dran bin. Also in den letzten 4 Jahren haben hauptsächlich nur er und meine Dozenten meine Bilder gesehen. Ab dem nächsten Jahr möchte ich mich auf jeden Fall um ein paar Ausstellungen bemühen. Vor allem nach meiner Reise in die Heimat. Bis jetzt habe ich nur eine Gruppenaustellung mit meiner Fotoklasse vom Lette-Verein gehabt und zwei, drei Bilder hängen in meinem lieblings marokkanischen Kiosk in Köln.

(Wo) findet man deine Bilder im Internet?
Wenn man @claritamaria_ auf Instagram besucht findet man ein paar Fotos, die völlig ausreichen um zu zeigen was ich so mache. Bis zur Photokina wünsche ich mir jedoch, dass meine Webseite fertig ist!

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Preisträgerfotos + 2018 + Alter: 16–20 Jahre

 

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