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Wir haben es in der Hand 2

Frederik Exner

Groß-Umstadt, 17 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Imaging und Experimente

 
 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
Die Idee des Bildes ist spontan entstanden. Beim Befassen mit der aktuellen Weltsituation wurde mir bewusst, dass ich mit vielen Zuständen nicht zufrieden bin. Dies löste in mir den Zwang aus, meine Gefühle in einer kreativen Art auszudrücken.

Warum hast du dir genau dieses Bild ausgesucht? Was fasziniert dich daran?
Ich habe mir dieses Bild ausgesucht, weil es mich nicht nur von der optischen Darstellung fasziniert, welche auf mich eine finstere und mysteriöse Wirkung hat, sondern auch aufgrund der Bedeutung, welche für mich sehr wichtig ist. Beides kombiniert lässt in mir eine faszinierende Wirkung entstehen, welche ich gerne mit der Öffentlichkeit teilen würde.

Wie genau ist das Bild entstanden? Welche Technik(en) hast du verwendet?
Das ursprüngliche Bild, von dem der Abdruck ist, ist eine Fotografie. Auf dieser ist eine Person zu sehen, welche ihre Hände vor sich zusammenschlägt und eine Substanz (Mehl) durch den Schlag in der Luft verteilt wird. Von dieser Fotografie habe ich einen Abdruck mit Gummi Arabicum gemacht. Hierbei wird zunächst die Kopie der Fotografie mit Gummi Arabicum und danach mit schwarzer Farbe eingestrichen. Zum Schluss entsteht das gedruckte Bild durch das „Drucken“ in einer Presse. Zu bemerken ist, dass der gesamte Prozess mit Wartezeiten verbunden ist.

Wie bist du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam geworden?
Auf den Deutschen Jugendfotopreis bin ich durch meine Kunstlehrerin Frau Minor aufmerksam geworden.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
Meine Bilder zeige ich in der Regel Freunden, oder teile sie auf meinem privaten Instagram Account. Hin und wieder werden Bilder, welche im Kunstunterricht von mir gemacht wurden, in der Schule ausgestellt.

Fotografierst du auch außerhalb des Schulunterrichts?
In meiner Freizeit fotografiere ich sehr gerne, jedoch lasse ich mich lieber auf dem Foto abbilden, als ein Foto zu machen. Hierbei lasse ich meiner Kreativität freien Lauf und versuche möglichst besondere bzw. einzigartige Bilder zu machen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Ich habe in der Fotografie nicht wirklich ein Vorbild. Ich habe kein genaues Vorbild, denn ich finde nicht jedes Foto eines Fotografen schön. Aus diesem Grund habe ich mehrere Vorbilder, von welchen ich einzelne Fotografien schön finde.


Welcher Teil der Arbeit hat dir am meisten Spaß gemacht?
Am meisten Spaß an der Arbeit hat mir die ursprüngliche Fotografie gemacht. Jedoch fand ich den Ablauf der Drucktechnik sehr interessant und inspirierend für zukünftige Arbeiten.

Was möchtest du mit deinem Bild vermitteln?
Mit meinem Bild möchte ich auf die aktuelle Weltsituation aufmerksam machen. Konflikte, Kriege, schlechte Arbeitsverhältnisse in Entwicklungsländern etc. Die zusammengeschlagenen Hände und die umgebende Substanz sollen zeigen, dass wir unsere Zukunft in der Hand haben und Veränderungen geschehen müssen. Auf dem schwarz-weißen Druck sind nur Spuren des ursprünglichen Bilds zu erkennen. Dies soll zeigen, dass unsere „Macht“ über die Welt immer geringer wird (z.B. die durch Treibhausgase entstehenden Effekte auf die Erde, welche nicht wieder „zurückgewandelt“ werden können) und „Rettungsversuche“ immer schwieriger werden. Zudem soll das Schwarz-weiß eine finstere Stimmung vermitteln, welche auf eine schlechte Zukunft anspielen soll. Ohne vorherige Kenntnis des originalen Fotos ist das Erkennen des Motivs äußerst schwierig. Dadurch entsteht eine mysteriöse Stimmung und lässt nicht vorhersagen, was sich auf dem Bild befindet.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
Das Bild repräsentiert meine Meinung zur aktuellen Weltsituation. Es ist somit eine Ausdruckshilfe für mich, meine Gedanken aufzufassen und einen Appell an die Öffentlichkeit zu senden, dass wir menschlicher, sozialer und gemeinsam handeln sollen.

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