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Overcooked

Laura Falkner Foto-AG Gymnasium Untergriesbach

Untergriesbach, 18 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2018
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe C (16-20 Jahre)

Auszeichnung 300 €

 
 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
„Overcooked“ ist ein Bild meiner Serie zur „Verstörung in der Fotografie“, welche im Rahmen meines W-Seminars „Philosophieren über Fotografie“ entstanden ist. Für die nähere Auseinandersetzung mit dem Thema „Verstörung“ habe ich mich aufgrund meiner eigenen Begeisterung für das „Unheimliche“ und der Psychologie dahinter entschieden. Insbesondere wollte ich in meinen Arbeiten verschiedene Arten der Verstörung hervorbringen. In „Overcooked“ steht der Aspekt der Unsicherheit im Vordergrund. Die Inspiration für mein Bild fand ich in Del Toro’s „Pan’s Labyrinth“ – einem Film, in dem unter anderem auch die Gestalt des „bleichen Mannes“ oder auch „Kinderfresser“ vorkommt.

Wie ist das Bild entstanden? Welche Technik(en) hast du verwendet?
Da der „Kinderfresser“ seine Augäpfel in seinen Händen trägt, muss er bei der Jagd seine Hände vor sein Gesicht halten. Um diesen Aspekt beizubehalten, sollten die Handflächen des Models einen großen Teil des Bildes einnehmen. Zusätzlich werden mit den Handrücken die Augenlider des Models nach oben gezogen. Unsicherheit sollte das Bild anhand der durch Bildbearbeitung umgedrehten Nase und der Retouchierung der Pupillen erzeugen. Verstärkt wird der Effekt durch die starke Saturierung und die scheinbare Nähe zur „fremden Gestalt“ durch den kleinen Bildausschnitt. Generell sollte ein Gefühl von Alpträumen erzeugt werden, welches durch den letztlich hinzugefügten Rauschfilter betont wird.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei? Was möchtest du mit dem Bild vermitteln?
Das Ziel meines Bildes war in erster Linie, Reaktionen hervorzurufen. An vielen Bildern mag man einfach vorbeischauen können, was meiner Ansicht nach an den wenigen emotionalen Verbindungen zwischen Bild und Betrachter liegt. Diese starke, reaktionsbedingte Verbindung wollte ich mit einem Gefühl der Verstörung erzielen. Im Laufe meiner Arbeit wurde schnell klar, dass es relativ einfach ist, eine gruslige oder schauerhafte Wirkung zu erzielen. Um jedoch ein Level der „Verstörung“ zu erreichen, bedarf es etwas mehr. Zwar werden die emotionalen Reaktionen zu meinem Bild von Mensch zu Mensch variieren, jedoch gibt es gewisse Aspekte (Ekel, Ungewissheit, Angst), die man kombinieren kann, um gewisse Emotionen hervorzurufen. So mancher mag mein Bild also abstoßend finden, manche vielleicht sogar ästhetisch, es sollte hauptsächlich hervorstechen aus einer Menge und somit länger im Gedächtnis der Betrachter bleiben.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive bei welchen Gelegenheiten?
Ich verwende die Fotografie meist als Vorlage für digitale Zeichnungen, somit versuche ich meistens Menschen oder Tiere digital zu verzerren.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
Kunst ist schon immer ein bedeutender Bestandteil meines Lebens gewesen. Die Fotografie stellt für mich dadurch hauptsächlich eine weitere Art der Selbstexpression dar. Das, was die Fotografie für mich vom Malen und Zeichnen abhebt, ist der enge Bezug zur Realität, was oft zu größeren Reaktionen verhelfen kann. Jedoch lässt sich die Fotografie auch sehr gut mit anderen Methoden kombinieren und ist somit eine Erweiterung meiner künstlerischen Mittel.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Ich versuche generell, mich nicht auf spezielle Vorbilder zu festigen, sondern meinen individuellen Weg zu finden, jedoch finde ich Gillian Wearings und Cindy Shermans Arbeiten sehr inspirierend.

(Wo) findet man deine Bilder im Internet?
Außerhalb der Veranstaltung des Deutschen Jugendfotopreises kann man meine Bilder auf DeviantArt/Lavendale finden.

Wie bist du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam geworden?
Die Leitung meines W-Seminars, Martina Zöls, hat ihre Teilnehmer auf dieses Angebot hingewiesen.

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