Juliane Herrmann -
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Serie: "Cala Millor"

Juliane Herrmann

Dortmund, 22 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2012
Jahresthema: Unterwegs

Preis 150 € 

Interview    1 Kommentar  

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen und worum geht es dir dabei?
- Die Reise nach Mallorca war Teil eines Seminars an der FH Dortmund. Nach reichlicher Recherche habe ich mich dazu entschlossen, einen der vielen, in den Wintermonaten verlassenen Badeorte zu portraitieren. Ich entschied mich für Cala Millor, da diese Stadt alle Aspekte zu beinhalten schien, dir mir wichtig waren: eine hohe Hotelkonzentration, „Bettenburgen“, die kaum voneinander zu unterscheiden sind und einige wenige deutsche Dauer¬touristen, die im Winter dem kalten Klima entfliehen wollen, um dann - Tag ein, Tag aus - die Promenade auf und ab zu laufen.

Wie sind die Bilder entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Ich arbeitete ausschließlich mit den natürlichen Lichtverhältnissen vor Ort. Die Architekturaufnahmen fotografierte ich weitestgehend in den Morgen- und Abendstunden, tagsüber fotografierte ich Portraits von Menschen meist im prallen Sonnenlicht. Ich habe hauptsächlich in Zentralperspektive und einen ruhigen, sehr geordneten Bildaufbau gearbeitet. Damit wollte ich die Gleichförmigkeit der Architektur für den Betrachter verstärken. Ich fotografierte analog im Mittelformat 6x6 mit einer Hasselblad und mehreren Festbrennweiten, vom Stativ. Nach der Filmentwicklung scannte ich das Filmmaterial und bearbeitete es digital nach.

Warum hast du dich dafür entschieden, genau diese Serie einzusenden? Was fasziniert dich an ihr?
- Mit meiner Serie möchte ich zeigen, dass es sich lohnt, ungewöhnliche Wege zu gehen und sich auch einmal vermeintlich uninteressanten und unscheinbaren Themen anzunähern. Oft entdeckt man dabei ganz neue, eigene Welten. In meiner Serie gefällt mir vor allem die allgegenwärtige Tristesse und Leere in den Bildern sowie deren Farbigkeit.

Seit wann fotografierst du? Und wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich fotografiere seitdem ich denken kann. So richtig wurde meine Leidenschaft geweckt, als ich mit 16 meine erste Spiegelreflexkamera bekam. Nach der Schule habe ich dann ein Fotografiestudium an der FH Dortmund begonnen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Martin Munkacsi. Sein philosophischer Ansatz „Think while you shoot“ spiegelt sich bis heute in meiner Fotografie wider, denn ich arbeite sehr konzentriert und genau, bevor ich auf den Auslöser drücke. An der Fotografie von Diane Arbus fasziniert mich, dass sie die Menschen am Rande der Gesellschaft portraitiert hat und einfühlsam, aber auch humorvoll mit ihnen umgegangen ist. Sie schafft es wie keine Zweite, meinen Blick zu fesseln und mich zum Schmunzeln zu bringen. Ein großes Vorbild unserer Zeit ist für mich Rob Hornstra. Er macht nicht nur tolle Bilder, sondern schafft es auch, sich selbst zu vermarkten.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus? Hast du eine Online-Galerie bzw. bist du in einer Foto-Community?
- Unter www.juliane-herrmann.de können Interessenten meine Arbeiten der letzten Jahre sehen. Zurzeit organisiere ich mehrere Ausstellungen, eine findet während der photokina im alten Pfandhaus in Köln statt. Meine Arbeiten bespreche ich mit guten Freunden, Professoren und Kommilitonen. Ein lebendiger und ehrlicher Austausch ist mir dabei sehr wichtig, denn nur so kann man in seiner Arbeit wachsen.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Ein Punkt, der mich an Fotografie besonders reizt, ist, dass man immer neue Menschen kennen lernt, die einem meist ungefragt ein Stück ihrer Lebensgeschichte erzählen und man so selbst zu einem Teil ihrer Geschichte wird.

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1 Kommentar



Großartig!
> Grit, 31.8.12

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