Malte Andersen - Der Dampf am Horizont
Der Dampf am Horizont
Malte Andersen - Achtung Abbruchkante
Achtung Abbruchkante
Malte Andersen - Ab in die Grube!
Ab in die Grube!
Malte Andersen - Früher war hier Erde
Früher war hier Erde
Malte Andersen - Rutschen
Rutschen
Malte Andersen - Und tschüss.
Und tschüss.

Serie: fight in peace

Malte Andersen

Berlin, 17 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Jahresthema: #LOVEPEACE

Auszeichnung 300 € 

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Interview

Das Jahresthema lautete #LOVEPEACE. Hattest du hierzu spontan eine Idee?
- Zuerst gingen mir Dinge wie Familie, Freunde und Heimat durch den Kopf, Dinge, bei denen man Geborgenheit findet. Dann habe ich das Ganze von einer anderen Seite betrachtet. Ich war kurz zuvor bei der „Ende Gelände“-Aktion in der Lausitz und fand, dass jener Aktivismus auch #LOVEPEACE widerspiegelt. Aus Liebe zur Erde demonstriert „Ende Gelände“ friedlich gegen Kohlekraft und für Klimagerechtigkeit.

Was war dir wichtig?
- Ich möchte aufrütteln und motivieren, etwas zu machen. Viel zu viele Menschen behaupten, sie „interessiere es einfach nicht“. Ich glaube an so etwas nicht, denn auch Nichthandeln ist Handeln. Mir ist es wichtig, dass Menschen reflektieren.

Bist du selbst als Klimademonstrant z.B. bei Fridays For Future aktiv?
- Nein. Jetzt, wo wir die heikle Lage an den EU-Außengrenzen sehen oder den massiven Rechtsruck, sollte man sich nicht auf ein Thema beschränken. Mir sind Menschenrechte, Frieden, Antifaschismus wichtig und eben auch Klimagerechtigkeit. Früher war ich aktiver, aber wegen Abi-Stress hatte ich weniger Zeit. Trotzdem gehe ich gerne und oft demonstrieren.

Was fasziniert dich an der Serie?
- Die Atmosphäre, die physische wie die psychische. Der Wechsel zwischen Ruhe und Sturm ist spannend, und es war auch in echt so. Auch die Farbgebung ist interessant. Der Sonnenaufgang, das Blau vom Himmel und die roten Staubschutzanzüge. Es wirkt schöner, als es ist. Es ist ein Riesenloch im Boden, eine riesige Grube und es ist traurig, so etwas anzusehen.

Wie ist die Serie entstanden?
- In einer Kohlegrube, wo du auch mal ordentlich Dreck abbekommst oder auch mal einen Schlagstock, hatte ich ein bisschen Angst um meine Kamera. Ich habe die Serie deswegen mit meinem Handy gemacht. Ich habe die Fotos ein wenig mit Lightroom nachbearbeitet. Handys können ja mittlerweile auch in RAW fotografieren.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Mit einem sehr guten Freund bin ich abends mit einem klapprigen Stativ und einer alten Kamera losgerannt. Wir wollten unsere ersten Langzeitbelichtungen machen, haben aber leider Blende und Verschlusszeit verwechselt. Das war so vor 4 bis 5 Jahren. Richtig angefangen habe ich dann, als ich meine erste Kamera gekauft habe. Davor habe ich Ewigkeiten Geld zusammengespart, hat sich gelohnt.

Was fotografierst du am meisten?
- Fotografie in der Stadt mag ich sehr gerne, da kann man Sachen auffangen, die eine Sekunde später Geschichte sind. Ich überlege mir auch, mehr journalistische oder dokumentarische Fotografie zu machen, da man da viele Leute wachrütteln kann.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Sehr spannend finde ich Gurskys Werke, da sie diese Vielschichtigkeit haben und du dich teils in den Fotos verlierst. Rodtschenko, da er einfach mit den Regeln gebrochen hat. László Moholy-Nagy, da sich seine Kreativität in Fotografie, Kunst und auch grafischen Dingen äußert. Ich habe auch großes Interesse an Dingen wie Typografie und Grafikdesign.

Wo und wem zeigst du deine Bilder?
- Ich habe Instagram, bin da aber nur wenig aktiv. Fotografie im Internet ist leider oft so auswechselbar. Zehnmal das gleiche Foto von einem Sonnenuntergang und die sind wunderschön, aber eben langweilig. In Ausstellungen steht man vor dem Foto und nimmt sich (hoffentlich) mehr Zeit. Selber ganze Ausstellungen zu füllen, könnte ich mir auch vorstellen.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie ist eine Möglichkeit, Menschen zu erreichen und ihnen Dinge näherzubringen, die sie sonst nie gesehen hätten. Manchmal ist Fotografie auch ein Abenteuer. Urbexer kennen das gut oder halt Aktivisten und Journalisten.

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