Shirin Abedi -
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Serie: May I have this dance?

Shirin Abedi

Isernhagen, 23 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Jahresthema: #LOVEPEACE

Auszeichnung 300 € 

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Interview

Das Jahresthema lautete #LOVEPEACE. Hattest du hierzu spontan eine Idee?
- Mir fiel dazu meine aktuelle Arbeit ein, welche von der Leidenschaft zum Tanz und einem friedlichen und stillen Widerstand gegen einer traditionellen Gesellschaft handelt.

Was war dir wichtig, was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?
- Ich fand mich und mein iranisches Umfeld selten in Arbeiten anderer Fotografen wieder. Deswegen wollte ich mit meiner Arbeit die junge iranische Gesellschaft zeigen, wie ich sie erlebe.

Wie ist derzeit die Situation für Tänzerinnen im Iran?
- Seit der Islamischen Revolution ist sinnlicher Tanz in der Öffentlichkeit verboten. Mittlerweile gibt es Auftritte mit Tanz und Gesang nur für Frauen. Sie sind eine versteckte, surreale Parallelwelt, in der Iranerinnen frei sein können. Viele iranische Frauen träumen davon, unter dem Himmel ihrer Heimat zu singen und zu tanzen. Wenn eine Aufführung abgesagt wird oder sie sich mit ausländischen Tänzern vergleichen, sind sie natürlich oft frustriert. Doch sie geben ihr Bestes, um zu wachsen und ihre Träume zu verwirklichen.

In deiner Serie begleitest du die junge Tänzerin Yasamin. Wie hast du sie kennengelernt?
- Bei den Proben ihrer Ballettgruppe für eine Aufführung im Sommer 2019. In den Pausen lernten wir uns besser kennen und ich durfte sie dann durch ihren Alltag begleiten.

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht? Was fasziniert dich an der Serie?
- Ich habe die Bilder nach dem Inhalt und dann der Ästhetik ausgewählt. Ich frage mich bei jedem Foto, was es dem Betrachter erzählt und wie wichtig es für das Verständnis der Geschichte ist. Mich faszinieren an der Serie die Kraft und der Mut meiner Protagonistinnen sowie ihr Glauben an ihre Träume.

Wie ist die Serie entstanden?
- Ich habe mit einer digitalen Vollformatkamera fotografiert und mit Brennweiten zwischen 24 und 85 mm gearbeitet. Anschließend habe ich die Bilder leicht bei Lightroom bearbeitet.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich besuchte in den Sommerferien 2011 einen Fotokurs im Iran und habe seitdem nicht mehr damit aufgehört. Ich wollte die Welt verbessern und die Probleme zeigen. Mit der Fotografie dachte ich, dies machen zu können und entschied mich für das Studium Fotojournalismus.

Was fotografierst du am meisten?
- Am meisten fotografiere ich Menschen und Themen, die mich berühren. Mir ist es sehr wichtig, beim Fotografieren Spaß zu haben.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Es gibt sehr viele Fotografen, deren Arbeiten oder ihre Art mich inspirieren. Im letzten Jahr habe ich mich z.B. mit Sanne de Wilde, Sarah Blesener und Newsha Tavakolians Arbeiten auseinandergesetzt.

Wo und wem zeigst du deine Bilder?
- Im kommenden Sommer wird meine Arbeit „May I have this dance?“ auf dem LUMIX Festival ausgestellt. Außerdem wurde sie schon auf dem VOHH Festival in Chittagong, Bangladesch, gezeigt und ich arbeite grade an dem Fotobuch zur Geschichte.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Die Fotografie ist meine Leidenschaft und mein Beruf. Ich langweile mich schnell bei vielen Tätigkeiten, aber beim Fotojournalismus ist das noch nicht passiert. Das zeigt, wie gerne ich sie ausübe und mit viel Ausdauer meine Träume realisiere.

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