Marlene Schmidt - Eine Wolke wie ein Wattebausch
Eine Wolke wie ein Wattebausch

Marlene Schmidt

Berlin, 17 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2022
Freie Themenwahl | Altersgruppe C (16-20 Jahre)

 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
- Das Bild ist an einem Tanzabend entstanden. Bei dem Wattebausch handelt es sich um eine Lampe. So was hatte ich noch nie gesehen. Diese wahrscheinlich selbstgemachte Wolkenlampe hat eine sehr angenehme und fesselnde Stimmung geschaffen. Ich fand diese Idee so faszinierend, dass ich dies festhalten wollte.

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht?
- Dieses Bild ist eins meiner Lieblingsbilder. Es ist meiner Meinung nach visuell sehr reizvoll mit vielen Mustern. Es strahlt eine gewisse Harmonie aus. Wahrscheinlich aber auch wegen der vielen guten Erinnerungen an diesen Abend.

Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Spezielle Techniken habe ich eigentlich nicht. Ich suche immer einen passenden Ausschnitt aus der Szene aus und knipse. Ich bearbeite meine Fotos eher selten, ich spiele meistens eher mit der Belichtung. Dieses Bild war zum Beispiel leicht überbelichtet.

Wieso fotografierst du lieber analog?
- Ehrlich gesagt, macht es mir mehr Spaß. Bei der analogen Fotografie kann man sich ganz auf den Moment konzentrieren. Das ist das Magische hinter den analogen Momentaufnahmen, diese Spannung, dieses Warten und die Hoffnung, dass das Foto so wird, wie man es sich vorgestellt hat.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Zu meinem 15. Geburtstag habe ich eine lange gewünschte Nikon D300 bekommen. Ich hatte noch nie eine Spiegelreflex benutzt und ich habe mich schon beim ersten Foto in sie verliebt. Ich war erstaunt, wie klar diese Kamera die Aufnahmen machte. Irgendwann habe ich eine alte Point-and-Shoot-Kamera gefunden. Ich weiß noch, wie ich aus Spaß die erste Filmrolle kaufte und anschließend füllte.

Was fotografierst du am meisten?
- Ich fotografiere sehr gerne den Alltag in der Stadt: Gebäude, Straßen, Situationen und meine Freunde in ihrem Element :-)

Wie hat sich die Corona-Zeit auf deine Art zu fotografieren ausgewirkt?
- Ich habe viel selbstreflektiert, dadurch bin ich auf viele neue Projektideen gekommen. Es sind einige Ideen für Kurzfilme und Shootings entstanden. Außerdem habe ich zuhause viel vom Alltag in Quarantäne und meiner Familie fotografiert.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ich wette, dass ich mich unbewusst inspirieren lasse von der Bildgestaltung der Filme, die ich sehe, vor allem Filme von Wim Wenders. Ansonsten inspirieren mich meine Freunde, die selbst fotografieren. Dazu einige Fotograf*innen: Sarah van Rij, David van der Leeuw, Mihai Barabancea, Roger Ferrero, Pau Buscató.

Wo und wem zeigst du deine Bilder?
- Einige Bilder lade ich in den sozialen Medien hoch. Ich arbeite an einer Art Webseite, die ich als Portfolio verwenden werde. Eine kleine Ausstellung aus Spaß ist aber gerade auch in Planung.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Alles, was man mit einer Kamera machen kann, fasziniert mich. Es ist viel mehr als das Festhalten von Momenten durch eine Linse. Es geht darum, sein Inneres nach außen zu projizieren, indem man die Welt so zeigt, wie man sie wahrnimmt. Es ist quasi das Sammeln von Eindrücken aus meinem Alltag, auf die ich immer wieder zugreifen kann.

 

 

Preisträgerfotos + 2022 + Alter: 16–20 Jahre