Isabella Melis -

Isabella Melis

Bonn, 25 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2022
Freie Themenwahl | Altersgruppe D (21-25 Jahre)

 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
- Die Idee kam mir spontan in den Sinn. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt stark mit Geschlecht und Sexualität auseinandergesetzt, weil ich sie als große Themen meiner Generation ansehe. Ich wollte ein Bild schaffen, das meine Akzeptanz diesen Themen gegenüber wortlos darstellt.

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht?
- Ich habe das Bild ausgesucht, weil ich finde, dass die Form sowie auch das Thema des Fotos wortlos funktionieren.

Wie ist das Bild entstanden?
- Das Foto ist bei mir zu Hause entstanden und wurde mit einer digitalen Kamera in Schwarz-Weiß aufgenommen und im Nachhinein nicht bearbeitet.

Arbeitest du gerne und häufig in Schwarz-Weiß?
- Ich arbeite gern in Schwarz-Weiß, aber genauso gern in leuchtenden Farben und mit starken Kontrasten. Für dieses Foto war es wichtig, das Motiv im Fokus zu haben, deswegen habe ich mich für Schwarz-Weiß entschieden.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich fotografiere seit meiner Kindheit. Mit 14 habe ich mir meine erste professionelle Kamera gewünscht und seitdem ist die Fotografie ein wichtiges Ausdrucksmittel für mich.

Was fotografierst du am meisten?
- Selbstporträts sind ein großer Teil meiner Arbeit; gerade in der Zeit des Erwachsenwerdens sind sie für mich immer ein Anker meiner Identität und großer Teil meiner Selbstfindung gewesen. Generell fotografiere ich einfach alles um mich herum, was mir spontan interessant erscheint.

Wie hat sich die Corona-Zeit auf deine Art zu fotografieren ausgewirkt?
- Für mich hat es keinen Unterschied gemacht. Die Themen, die in der Corona-Pandemie aufgekommen sind, beschäftigen mich und meine Generation ohnehin. Die erzwungene Entschleunigung des Alltagsgeschehens hat sich teilweise sogar positiv ausgewirkt.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ich habe einige Vorbilder in der Fotografie. Ich liebe aber am meisten die Arbeiten von Nan Goldin, Wolfgang Tillmans, Ren Hang und Jürgen Teller.

Informierst du dich über aktuelle Fotografie?
- Ich informiere mich hauptsächlich über Social Media und das Internet, lese aber auch Kunst- und Fotografie-Magazine und besuche regelmäßig Ausstellungen.

Wo zeigst du deine Bilder?
- Ich hatte bereits eine Gruppenausstellung und einige kleine Gelegenheiten im Rahmen meines Kunststudiums. Zudem hatte ich schon einige Publikationen in Fotografie-Magazinen.

Woran arbeitest du gerade?
- Im Moment versuche ich, eine klare Position zu entwickeln und nach vielen Experimenten und Versuchen auch sicherere Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf meine Arbeit auswirken.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie ist für mich die Möglichkeit, einen Raum zu schaffen, der sich zwischen meinen Gedanken und der Welt befindet. Der meine Realität rausfiltert aus allen anderen Realitäten, sie sichtbar macht und das Gesamtbild beeinflusst. Ich sehe es als meine Aufgabe, als junge Künstlerin durch meine Bilder Sensibilität und eine Art von Gewöhnung zu schaffen, auch wenn dies teilweise nur unterbewusst passiert.

 

 

Preisträgerfotos + 2022 + Alter: 21–25 Jahre