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Lukas Bela Stüwe - Somewhere
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Serie: Lost and Found

Lukas Bela Stüwe

Halle (Saale), 23 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2022
Experimente

 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
- Letztes Jahr habe ich mit Freund*innen beschlossen, über die Semesterferien an einem freien Projekt zu arbeiten. In diesem Zusammenhang ist dann meine Serie „Lost and Found“ entstanden.

Was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?
- Diese Serie ist ein Auszug von Bildern, die in meinem Alltag aufgenommen wurden. So richtig vorschreiben, was genau die Message ist, will ich nicht, vielmehr möchte ich damit einladen, sich Fragen zu stellen und vielleicht auch kleinen Momenten im Leben mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Wie ist die Serie entstanden?
- Es sind Collagen aus analogen Bildern und Farben und Materialien aller Art.

Welcher Moment der Collagetechnik hat dir am meisten Spaß gemacht, welcher Teil der Arbeit war die größte Herausforderung?
- Ich wusste am Anfang nicht, wo die Reise mit den Bildern/Collagen hinführt. Deswegen war es mir wichtig, mich dem Prozess hinzugeben, nicht zu viel nachzudenken, sondern einfach zu machen. Das war das, was mir sowohl am meisten Spaß gemacht hat, als auch die größte Herausforderung war.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich habe schon immer gerne Fotos gemacht. Zu meinem 16. Geburtstag wurde mir meine erste Spiegelreflexkamera von meiner Familie geschenkt. Mit der hat so langsam alles angefangen. In der 11. Klasse habe ich bei einem Fotografen ein Praktikum gemacht, in dem ich die analoge Fotografie kennengelernt habe. Seitdem ist das Interesse am Fotografieren immer größer geworden.

Was fotografierst du am meisten?
- Ich habe meine Kamera eigentlich immer und überall dabei und deswegen sind es oft alltägliche Situationen, die auf meinen Fotos zu sehen sind. Die Protagonist*innen sind mal Menschen, denen ich sehr vertraut bin, und mal Menschen, die ich durch die Arbeit erst kennenlerne. Trotzdem ist es mir wichtig, viel Nähe herzustellen. Ich will die Menschen verstehen und ihnen Raum und Platz geben sich auszudrücken. Oft entstehen meine Arbeiten deshalb über einen längeren Zeitraum.

Wie hat sich die Corona-Zeit auf deine Art zu fotografieren ausgewirkt?
- Für mich persönlich hat die Corona-Zeit sehr viel Veränderung gebracht. Während des 1. Lockdowns habe ich mein Studium in München abgebrochen und bin nach Halle an der Saale gezogen, um dort Kommunikationsdesign zu studieren. Das heißt: eine neue Stadt, eine neue Uni, neue Leute und das während Corona. Das Fotografieren hat mir in dieser Zeit sehr geholfen, mich nicht zu verlieren. Es war etwas Vertrautes in einer Zeit, in der vieles neu war.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ich habe sehr viel Glück, viele kreative Menschen um mich zu haben, die mich jeden Tag inspirieren und weiterbringen. Außerdem sind hier ein paar wenige Künstler*innen, die mich im letzten Jahr sehr inspiriert haben: Cindy Sherman, Lara Gasparotto, Justine Kurland, Lise Sarfarti, Asli Özçelik, Jule Wild, Josh Kern.

Informierst du dich über aktuelle Fotografie?
- Ja, meistens werde ich durch Instagram auf Künster*innen aufmerksam. Oft kaufe ich ihre Fotobücher und oder folge ihnen. Ich gehe regelmäßig ins Museum oder auf Fotoveranstaltungen. Ein großer Teil meines Studiums beschäftigt sich zudem mit der Fotografie.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Meistens sind es Veranstaltungen, die von Freund*innen organisiert werden, bei denen ich meine Bilder ausstelle.

Woran arbeitest du gerade?
- Gerade bin ich dabei, mich mit meinem Bilderarchiv auseinanderzusetzen. Ich möchte so herausfinden, was mich vor ein paar Jahren interessiert und bewegt hat und wie ich zu dem gekommen bin, wo ich heute bin.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Das Fotografieren hilft mir, mich inmitten einer schnelllebigen und hektischen Welt zurechtzufinden. Sie zwingt mich immer wieder, die Geschwindigkeit aus meinem Alltag zu nehmen und mich auf etwas Bestimmtes zu fokussieren. Auf diese Weise lerne ich Orte und Menschen kennen, die sonst vielleicht einfach an mir vorbeigezogen wären.

 

 

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