Hagen Eberle -
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Serie: weißt du noch?

Hagen Eberle

Karlsruhe, 21 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Imaging und Experimente

 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
- Ich saß in meinem Atelier, nahm die Dinge zu mir, die mich im ersten Augenblick angesprochen haben, ohne meinen Instinkt zu hinterfragen. Ich hatte großen Spaß dabei zu tun, tun zu können. Wie damals: Legobaukasten und sich verabreden mit den Freunden. Für den Moment alles gut, als habe mir meine Kindheit einen Gruß zugerufen.

Was war dir wichtig?
- Wie die abgebildeten Wesen heißen, was sie darzustellen versuchen oder wie sie ihren Platz auf dieser ihrer Bühne gefunden haben, weiß ich nicht. Ehrlich gesagt, möchte ich das auch überhaupt nicht. Schon längere Zeit lass ich sie gelegentlich auftauchen, mal hier, mal dort. Die Wesen scheinen alles zu sehen, jedoch nur begrenzt wahrzunehmen. Als würden sie den Inhalt ihres augenblicklichen Gedankens überhaupt erst noch suchen. Wollen nur am richtigen Platz sein, existieren. Naiv, unbeholfen, vertraut und liebenswürdig spiegeln sie in all ihrer Einfachheit und Unmittelbarkeit die betrachtende Person wider. Ihr Blick, verheißungsvoll und doch scheinbar leer, schafft Raum für Erinnerung, Assoziation, Reflexion.

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht?
- Die Serie sollte in sich schlüssig, aber nicht abgeschlossen wirken, das Nötigste gesagt, die Geschichte jedoch nicht zu Ende erzählt sein. Eine gewisse Spannung zwischen Form und Ausdruck, Serie und Einzelbild sollte herrschen. Wie die Situation, in der man sein Handy (befindet sich in der Hosentasche) oder die Brille (befindet sich auf der Nase) sucht.

Wie ist die Serie entstanden?
- Acrylmarker und Lösemittel habe ich direkt auf die Fotoabzüge eingearbeitet und anschließend ohne Retusche per Scan digitalisiert.

Stammen die Ausgangsbilder aus deinem privaten Familienfotoalbum?
- Nein. Mir war es wichtig, dass ich zu den abgebildeten Menschen und Ereignissen in keinerlei persönlicher Beziehung stehe. In dieser Arbeit wollte ich mich nicht mit meinen persönlichen, sondern mit all jenen Erinnerungen befassen, die wir alle irgendwo kollektiv teilen.

Seit wann fotografierst du?
- Genau kann ich dazu keine Angaben machen, da es mir schwerfällt, hier Grenzen zu ziehen zwischen Entdeckung des Mediums, Beginn der Praxis, Vertiefung in die Theorie. Ich kann dagegen mit Sicherheit sagen, dass die Fotografie mich seit meiner Kindheit begleitet.

Was fotografierst du am meisten?
- Momentan ist es mir besonders wichtig, dass das Fotografieren auf natürliche Art und Weise geschieht. Das Einstellen, Suchen, Komponieren und Auslösen soll sich für mich so selbstverständlich anfühlen wie ein- und auszuatmen. Motivisch lichte ich Momente ab, die mir Tag für Tag begegnen. Diese mögen sich in Form eines geschickten Schattenwurfs an einer Hausfassade oder der Zeichnung eines Stromkabels gegen weiße Tapete äußern.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Mit László Moholy-Nagy und Man Ray zum Beispiel hätte ich mich unheimlich gerne unterhalten. Aber auch heutzutage in meinem näheren Umfeld finde ich, wie etwa in meinem Kommilitonen Tino Zimmermann an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, inspirierende Fotografen.

Wo und wem zeigst du deine Bilder?
- Etwa in Besprechungen an der Kunstakademie, um konstruktives Feedback einzuholen. Ansonsten auch gerne denjenigen, denen ich damit eine Freude bereiten kann.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Das Medium der Fotografie ermöglicht mir einen anderen Gang durch mein Leben und die Welt. Fotografieren bedeutet für mich, das Sehen zu lernen und auch Entscheidungen zu treffen. Für mich ist sie ein großartiger Nährboden für die persönliche und gleichermaßen künstlerische Entwicklung und daher etwas, das ich auf keinen Fall mehr missen möchte!

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