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Aus der Serie: Mein Deutschland - mein Freiburg - meine Heimat.

Carlotta Huber

Freiburg, 15 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2015
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe B (11-15 Jahre)

3. Preis 300 €

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Jurybegründung

„Mein Deutschland – mein Freiburg – meine Heimat“ nennt Carlotta Huber ihre Serie. Also Münster, Bächle und der Schwarzwald? Keineswegs! Carlotta nimmt Abstand von pittoresken Postkartenmotiven, anstatt strahlend blauem Himmel und Sonnenschein zeigt sie uns „ihr“ Freiburg in Schwarzweiß und im Dunkeln. Verlassene Orte, menschenleere Einkaufspassagen, die Lichter in der Turnhalle. Typisch urbane Ansichten und Alltagswelten. Die Motive sind streng und sachlich gehalten und durch die farbliche Reduzierung und grafische Komposition ansprechend gestaltet.

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Interview

Das Jahresthema lautete „Mein Deutschland“. Hattest du hierzu spontan eine Idee oder sogar bereits Fotos, die zum Thema passten?
- Es gab bereits Fotos in meinem Archiv, da ich oft in meiner Region unterwegs bin. Dabei fotografiere ich Dinge, die eigentlich jeder kennt, aus einer anderen Perspektive. So sind auch die Nachtaufnahmen oder die Szenen in den Unterführungen entstanden.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei?
- Freiburg kennen viele Menschen eigentlich nur von Postkartenmotiven. Also das Münster, den Bächle und den Schwarzwald. Ich wollte auch mal die dunklen Seiten der Stadt zeigen.

„Mein Deutschland – mein Freiburg – meine Heimat.“ Inwiefern symbolisieren gerade diese Bilder für dich deine Heimatstadt Freiburg?
- Die Bilder zeigen den Alltag in Freiburg. Die normalen Seiten einer Stadt, so wie ich sie z.B. auf meinem Weg zur Schule oder zum Sport wahrnehme. Gerade die Unterführungen sind Orte, an denen die Menschen normalerweise nicht stehenbleiben. Dort ein Foto zu machen, ist schon recht ungewöhnlich.

Wie ist deine Serie entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Bei den Nachtaufnahmen habe ich kein Stativ benutzt. Damit bin ich nicht flexibel genug. Lieber habe ich mit einer kleinen Blende und hohen ISO-Werten gearbeitet. Deshalb rauschen auch einige Aufnahmen so. Meine Fotos bearbeite ich immer mit Lightroom. So gelingen auch schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die Bilder sollen aber nicht zu künstlich aussehen.

Warum hast du genau diese Serie ausgesucht? Was fasziniert dich an ihr?
- Die Motive erschließen sich nicht sofort, sondern geben kleine Rätsel auf. Das versuche ich eigentlich immer so zu machen. Die Betrachter sollen hängenbleiben und möglichst länger als fünf Sekunden das Bild anschauen. Meistens ist es nämlich noch kürzer.

Seit wann fotografierst du? Weißt du noch, was dein erstes Foto war?
- Mein erstes Foto habe ich mit etwa sechs Jahren gemacht. Was es war, weiß ich nicht mehr. Vor fünf Jahre habe ich angefangen, ernsthaft zu fotografieren. Und meine erste professionelle Fotoserie waren alte Fahrräder vor dem Bahnhof in Freiburg.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Mich interessiert eine andere Sicht auf bekannte Plätze in meinem Umfeld. Das kann ein Ort sein, wo sonst immer viel los ist. Diesen Ort fotografiere ich dann, wenn gerade niemand da ist. So zum Bespiel die Freiburger Innenstadt, das Fußballstadion oder eine große Gesamtschule. Dabei ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ja. Es ist der Naturfotograf Florian Schulz, der auch für die National Geographic arbeitet. Ihn habe ich auf dem Fotofestival „Mundologia“ in Freiburg kennengelernt. Sein Vortrag über die Fotografie in der Arktis hat mich sehr fasziniert. Die Bilder und seine Arbeitsweise sind beeindruckend.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Sie verschlägt mich manchmal an Orte, die man eigentlich nicht aufsucht, z.B. auf Baustellen oder in verlassene Fabrikhallen. Das erzeugt dann Gänsehaut und sorgt immer wieder für schöne Geschichten am Abendbrottisch.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Vergangenes Jahr habe ich etwa 50 Bilder in einer großen Buchhandlung gezeigt. Die Abzüge waren 13 mal 13 Zentimeter groß und auf dicke Holzplatten geklebt. Die meisten der verkauften Bilder waren Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Wo findet man deine Bilder im Internet?
- Auf meiner eigenen Homepage (www.carlotta-huber.de). Dort gibt es immer sonntags ein neues Foto zu sehen. Außerdem sind viele Bilder bei der Badischen Zeitung Online (www.badische-zeitung.de) und auf dem Jugendportal fudder (www.fudder.de) erschienen. Bei der BZ bin ich seit fünf Jahren freie Mitarbeiterin. Das erfolgreichste Projekt war der „Europa-Park ohne Menschen“. Das Album hat mehr als 700.000 Klicks bekommen.

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Preisträgerfotos + 2015 + Alter: 11–15 Jahre

 

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