Janic Habedank - Crazy mood
Crazy mood

Janic Habedank

Bad Belzig, 15 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2022
Freie Themenwahl | Altersgruppe B (11-15 Jahre)

 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
- Normal kennen wir alle, davon gibt es schon so viel. Ich wollte etwas anderes zeigen. Ich wollte die verschiedenen Welten vermischen, die verschiedenen Realitäten zeigen, Gegensätze, die eigentlich nicht zusammenpassen, das Landleben und Fashion, die goldene Uhr und das Huhn. Ich wollte experimentieren. Zeigen, dass man uns Jugendliche nicht immer einfach in eine genormte Schublade stecken darf. Dass man Mut haben soll, die Kreativität zu zeigen und zu leben.

Was fasziniert dich an Selbstporträts?
- Ein Selbstporträt gibt mir die Möglichkeit, Model und Fotograf zugleich zu sein. Ich liebe es, mich selbst darzustellen. Hier kann ich alles selbst bestimmen und beeinflussen. Zu 100 Prozent eigene Kreativität. Zu 100 Prozent ICH.

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht?
- Ich will etwas zeigen, das außerhalb der Vorstellungen und Norm ist. Ich glaube, dass dieses Bild meine Message perfekt zeigt und die Gegensätze zusammenführt.

Wie ist das Bild entstanden?
- Das Bild wurde mit der Sony Alpha 6400 mit Stativ aufgenommen. Als Linse habe ich das 35mm von Sigma benutzt. Das Licht habe ich sehr frontal gesetzt, um einen sehr hellen Effekt zu erzielen. Im Anschluss habe ich dem Bild in Lightroom einen leichten Retrolook verpasst.

Und last, but not least: Wie kommt man ein Huhn als Requisite?
- Ganz einfach: Aus dem Hühnerstall. Wir haben eigene Hühner ;-)

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Anfangs habe ich sehr viel mit meinem Handy fotografiert. Vor vier Jahren dann hat mir meine Oma eine Kamera geschenkt, eine Canon 4000d. Damit bin ich stundenlang durch die Wälder und Wiesen gelaufen und hab Natur fotografiert. Mein Taschengeld habe ich in neues Equipment gesteckt, war bei vielen Fotomessen, Workshops und Camps.

Was fotografierst du am meisten?
- Lange war mein Fokus die Naturfotografie. Dann wurde es spannender, Porträts und Fashion-Bilder zu machen. Und kreative Selbstinszenierung macht so viel Spaß, ohne Regeln, ohne Vorgaben.

Wie hat sich die Corona-Zeit auf deine Art zu fotografieren ausgewirkt?
- Ich hatte ja schon vor der Pandemie die Fotografie für mich entdeckt. Die Natur in meiner Region ist sehr abwechslungsreich, sodass auch während Corona viele Bilder „vor der Haustür“ entstehen konnten. Das Fotografieren mit Models war dagegen schwierig durch die Kontaktbeschränkungen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Mich beeindrucken und inspirieren viele Bilder, die ich auf Social Media sehe, aber ich habe kein direktes Vorbild.

Wie informierst du dich über aktuelle Fotografie?
- Ich besuche regelmäßig Workshops und Messen oder nehme an Camps zu Film und Fotografie teil. Dort ist der Austausch am besten. Ich lasse mich aber auch von Social-Media-Beiträgen inspirieren.

- Wo und wem zeigst du deine Bilder?
Ich stelle meine besten Ergebnisse regelmäßig auf Instagram. Und die Bewertung und auch die Kritik meiner Familie fordere ich regelmäßig ein.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Die Fotografie ist meine Art, mich auszudrücken, mich zu entwickeln und im Austausch zu sein.Ich liebe es, kreativ zu arbeiten und habe schon viel ausprobiert. An der Fotografie gefällt mir, dass man viel unterwegs ist und seine Ergebnisse und Eindrücke mit anderen teilen kann. Es ist spannend, dass man einen bestimmten Blickwinkel auf das Leben zeigen und es selbst in Szene setzen kann.

 

 

Preisträgerfotos + 2022 + Alter: 11–15 Jahre