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Kari in Myvatn, Island 2015

Aus der Serie: Zirkus

Johanna-Maria Fritz

Berlin, 21 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2016
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe D (21-25 Jahre)

Prämie 200 €

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
- Zu Beginn meines Studiums fing ich an, mich mit Zirkus zu beschäftigen. Erst begleitete ich ein Familienunternehmen in Deutschland, später den ersten Zirkus auf Island und dann kam ich auf den Nahen Osten. Für mich bedeutet Zirkus Freiheit. Religion, Hautfarbe oder Nationalität sind völlig irrelevant. Der Zusammenhalt innerhalb der community hat mich von Anfang an begeistert.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei?
- Für mich ist es wichtig, lange mit den Protagonisten zusammen zu leben. Das Leben des jeweiligen Zirkus verstehen und in Bilder umsetzen.

Wie viel Zeit hast du mit den Zirkussen verbracht? Hast du sie immer wieder besucht oder bist gar mit ihnen mitgereist?
- Beispielsweise den isländischen Zirkus habe ich über anderthalb Jahre fast monatlich besucht. Für die Touren im Sommer blieb ich dann drei Monate. Lebte und half im Zirkus mit. Im Iran hatte ich sogar meinen eigenen Wohnwagen für vier Wochen. Im April und Mai dieses Jahres war ich dann zwei Monate abwechselnd in Gaza und der Westbank. In Birzeit nahe Ramallah, Palästina, war ich jetzt schon dreimal und jedes Mal habe ich auch bei den Protagonisten gewohnt. Durch die politische Lage im Gazastreifen ist es Ausländern leider nur gestattet, in einer bestimmten Straße zu wohnen, so konnte und kann ich nicht bei dem Zirkus wohnen.

Welche Unterschiede hast du in den Zirkuskulturen festgestellt?
- Jeder Zirkus ist unterschiedlich, aber am Ende geht es darum, Menschen glücklich zu machen. Einer der Artisten aus Gaza sagte zu mir, dass er sich wie ein Vogel fühle, sobald er performt.

Warum hast du genau diese Serie ausgesucht? Was fasziniert dich an ihr?
- Diese Serie beansprucht sehr viel Zeit und Mühe. Ich arbeite momentan an nichts anderem.

Wie ist die Serie entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Ich fotografiere mit einer Hasselblad (6x6) im Mittelformat. Fast alle Bilder sind mit natürlichem Licht aufgenommen.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Seit meinem 14. Lebensjahr habe ich die Idee des Fotografierens. Schon parallel zu meinem MSA hab ich Fotografen assistiert und Praktika gemacht. Direkt nach der Schule zog ich dann durch Deutschland und habe versucht, so viele Erfahrungen wie möglich zu bekommen. Unter anderem auch am Staatstheater in Wiesbaden. Allerdings habe ich viele Dinge durch meinen Mentor Daniel Josefsohn gelernt. Mit 17 Jahren begann ich dann mein Studium und fing auch zur selben Zeit an Zirkus zu dokumentieren.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Menschen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Sally Mann, Anja Niedringshaus und Roger Ballen. Aber natürlich gibt es noch viel mehr.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie ist meine Sprache, für mich ist es abschalten und gleichzeitig immenser Stress. Wenn ich auf Reisen in fernen Ländern bin und die Möglichkeit habe, Nachrichten (aus meinem Blickwinkel) zu überbringen, macht mich das sehr glücklich. Für mich fremde Kulturen kennenzulernen und mir einen Platz in deren Gesellschaft zu suchen. Und natürlich habe ich das Bedürfnis, der Welt so etwas zurückzugeben. Geschichten erzählen, glückliche und traurige. Ein bisschen vielleicht die Welt verändern.


Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Meine Bilder waren dieses Jahr unter anderem auf dem Kolga Photo Festival in Georgien zu sehen, ebenso in Frankreich und in Zürich auf der Photobastei. Ende des Jahres werden meine Bilder in China und Island ausgestellt sein.

Wo findet man deine Bilder im Internet?
- www.johannamariafritz.com & Instagram – johannamariafritz

Wie wurdest du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam?
- In der Ostkreuzschule lagen Flyer aus.

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Preisträgerfotos + 2016 + Alter: 21–25 Jahre

 

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