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Eine etwas andere Aussicht...

Alfred Gabriel Grundaj

Ulm, 15 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2016
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe B (11-15 Jahre)

3. Preis 300 €

 
 

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Jurybegründung

Verbotene Orte sind magische Orte. Ihr Geheimnis wirkt anziehend. Sie wollen betreten, durchwandert, erforscht werden. Sie bieten überraschende Ein- und Aussichten. So wie die Industrieruine, die Alfred Gabriel Grundaj erkundet. Auf seinem gemäldeartigen Einzelbild fungiert das Gebäude als Rahmen für die Landschaft, die sich vor der zerstörten Fensterwand erstreckt. Er schafft sogar noch eine weitere Ebene, ein Bild im Bild, indem er die Spiegelung dieser Landschaft auf der Wasserlache im Gebäudeinneren miteinbezieht. Mitten in der Dunkelheit des verfallenden Gemäuers erstrahlt so ein Stück lebendiger Natur. Das ist ein gelungenes Spiel mit den Kontrasten, das Alfred Gabriel Grundaj gekonnt in Szene setzt.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
- Die Idee zu diesem Foto ist mir spontan gekommen. Ich wollte den Ausblick festhalten, den ich dort sah, weil ich ihn zusammen mit der Spiegelung überwältigend fand.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei?
- Mir war es wichtig, dass das Augenmerk auf die Spiegelung und die Leere des Bildes liegt. Ich wollte damit zeigen, dass Aussichten auch anders sein können.

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht? Was fasziniert dich an ihm?
- Ich habe dieses Bild ausgesucht, da es mir im Gedächtnis geblieben ist. Die Leere, der Verfall, in Kombination mit der Spiegelung hat mich einfach fasziniert.

Was ist das für ein verlassenes Gebäude?
- Das Gebäude liegt etwas im Wald versteckt in Ulm-Donautal, unweit von meinem Wohnort. Schon als Kind habe ich es immer beim Vorbeifahren gesehen und fand es damals schon irgend-wie anziehend. Dieses Jahr habe ich ein Blick ins Innere gewagt und dieses Bild geschossen. Es handelt sich um einen Rohbau eines Alten- und Pflegeheimes, welcher direkt neben einem ehe-maligen Bewährungsheim steht. Die Bauruine steht schon sehr lange verlassen und verfällt immer mehr.

Wie ist das Bild entstanden? Welche Technik(en) hast du benutzt?
- Das Foto habe ich mit meiner Canon DSLR aufgenommen. Für die bestmögliche Schärfentiefe habe ich die Kamera auf ein Stativ gestellt und mit einer kleinen Blende das Foto geschossen. Im Nachhinein wurde das Bild mit Lightroom bearbeitet.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich fotografiere seit zwei Jahren mit einer immer größer werdenden Begeisterung. Vorher habe ich ab und zu mit der Kompaktkamera meiner Eltern gespielt.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Ich fotografiere überwiegend urbanisierte Räume und die Natur (Landschaften, Tiere). Neuerdings immer öfters Porträts. Ich probiere sehr gerne verschiedene Arten der Fotografie aus. Das war mein erster Versuch an Lost Places; in Zukunft möchte ich öfter verlassene Orte fotografieren.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Keine konkreten Vorbilder, aber ich lasse mich von Fotografen, Organisationen und Bildagenturen inspirieren und probiere dann auch das ein oder andere aus.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie ist mir immer wichtiger geworden. Mittlerweile ist es meine größte Nebenbeschäftigung und ich stecke viel Zeit in mein Hobby.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Die Bilder zeige ich immer meinen Eltern und die besten auch meinen Freunden. Außerdem in der Foto-AG meiner Schule. Ich stelle meine Fotos nur online aus.

Wo findet man deine Bilder im Internet?
- Auf Social Media. Ich nutze Flickr (https://www.flickr.com/photos/140222715@N07/) und neuerdings Instagram (https://www.instagram.com/fotalfred/).

Wie wurdest du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam?
- Da meine Fotos gut bei Freunden und Bekannten ankamen, bin ich kurzerhand auf die Idee gekommen, nach Fotowettbewerben zu suchen und so bin ich schließlich hier gelandet.


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1 Kommentar



Das Bild ist echt spitze !!
> Constantin, 31.8.16

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Preisträgerfotos + 2016 + Alter: 11–15 Jahre

 

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