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Tom Rimkus - Serie: Familie Chun und der vergessene Bezirk.

Person

Wedemark, 19 Jahre

Jahr

2026

Kategorie

Alter: 16–20 Jahre

Interview

Worum geht es in deinem Foto und wie ist die Idee dazu entstanden?
Ich hatte mich im Zuge meiner Studiumsmappe mit gesellschaftlichen Strukturen und Problemen der Länder beschäftigt, die ich nach dem Abi bereiste. In Belize stieß ich auf die Benachteiligung des Südens des Landes und setzte mich dann mit Mr. Reyes Chun in Kontakt.

Für welche Techniken/Materialien hast du dich entschieden und warum?
Als Materialien hatte ich nur meine Kamera. Bei der Technik habe ich darauf geachtet, dass es schon in Richtung Dokumentarfotografie geht, aber dennoch nicht an künstlerischem Flair verliert. 

Wie lange hat es gedauert, bis alles fertig war?
Ich war insgesamt 5 Tage bei der Familie Chun. Dort habe ich fast jeden Tag Bilder gemacht. Die Bildbearbeitung hat nicht mal 1 Minute gedauert, weil ich fast den Abgabetermin vom Deutschen Jugendfotopreis verpennt habe. 

Was hat dir beim Prozess am meisten Spaß gemacht? Was war herausfordernd?
Das Fotografieren war fast nebensächlich. Es war viel interessanter, die Geschichte der Familie zu hören. Fotografie war letztlich mein Medium, um diese festzuhalten. Da mir Fotografieren aber auch Spaß macht, war es echt gut, das auch mal anzuwenden und die Geschichte und Probleme fotografisch darzustellen. 

Was liegt dir bei deiner Arbeit besonders am Herzen? Was möchtest du den Menschen mitgeben?
Dass die Fotografie auch viel aus dem Kontakt zu Menschen besteht und nicht nur daraus, den Auslöser zu drücken – vor allem in der Dokumentarfotografie.

Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich habe mir 2020 meine erste Analogkamera geholt. Eine Olympus OM-30. Die habe ich aber nie viel genutzt. Erst so gegen 2024 bin ich wieder über Film auf die Fotografie gekommen. Die Serie habe ich mit einer Ricoh GR 3 gemacht.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Am häufigsten im Alltag. Eigentlich nur meine Freunde. Dort ist es dann alles eher künstlerisch und ein wenig mehr auf Ästhetik abgesehen. Das Dokumentarische mache ich eigentlich nur gezielt für Projekte. Bislang also zwei Mal. 

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Ich bin auf die Fotografie aufmerksam geworden, über irgendeinen Typen von Instagram, der vielleicht 2/3 Jahre älter war als ich. Ich weiß, dass er aus Bonn kam und einfach nur seine Freunde fotografiert hat. Aber nicht unbedingt portraitmäßig, sondern einfach beim Rumlungern, Kiffen, am See oder auf Partys. Ich wollte das dann auch immer machen, aber war ehrlich gesagt zu faul, meine Kamera überall mit hinzunehmen. Ansonsten fand ich eine Zeit lang auch die Streetfotografen um Trevor Wisecup ganz cool, ist aber auch nicht mehr so mein Ding. Gerade begeistert mich Andresrios. Der kommt aus Kolumbien und dokumentiert sehr viel mit seiner Kamera, aber sehr künstlerisch. Inszenierte Sachen für Brands find ich auch ganz cool. Mal gucken, wo ich letztlich lande …  

Was hältst du von Fotowettbewerben? Hast du schon mal an einem Wettbewerb teilgenommen?
Der DJF war mein erster Wettbewerb. In Zukunft möchte ich aber noch an weiteren teilnehmen.

Woran arbeitest du gerade?
Ich plane gerade noch ein paar Dokuserien für meine Mappe. Ich suche mir dafür meist Themen raus, die irgendeinen gesellschaftlichen Bezug haben. Außerdem will ich meine Kamera einfach viel öfter mitnehmen. 

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