Josefin Pilar Junge - Serie: Schreibst du mir wenn du zuhause bist?
Person
Hannover, 20 Jahre
Jahr
2026
Kategorie
Alter: 16–20 Jahre
Interview
Worum geht es in deinem Foto und wie ist die Idee dazu entstanden?
Der Heimweg nachts ist für viele Frauen und Mädchen ein angstvoller, gerade weil es oft keinen Schutz oder zu viele schlechte Erfahrungen und Berichte gibt, was alles passieren kann. Fakt ist: Man ist nicht sicher! Wenn man als Frau Gewalt erfährt, ist der Weg zur Polizei oft kein einfacher, gerade wenn man dort weitere Repression erfährt und keine Hilfe bekommt. Die Schutzangebote werden stetig von der Regierung weggekürzt und wenn das Thema Sicherheit für Frauen in den Mund genommen wird, dann nur, wenn es der aktuellen Regierung nützt, wie Merz es mit seiner „Töchter-Aussage“ für die eigene Migrationspolitik tat. Aber Taten folgen nie, Gewalt wird als Importproblem dargestellt – aber eigentlich fehlen 14.000 Frauenhausplätze, trotz vereinbarter Istanbul-Konvention. Trotzdem gibt es innerhalb der vier Wände für viele Frauen keinen Schutz und trotzdem sind Frauen und Mädchen auf ihrem Nachhauseweg noch immer nicht sicher. Für mich war es also keine „Idee“, dieses Thema zu behandeln, es war eine Notwendigkeit!
Für welche Techniken/Materialien hast du dich entschieden und warum?
Ich habe die Fotos digital fotografiert.
Was liegt dir bei deiner Arbeit besonders am Herzen? Was möchtest du den Menschen mitgeben?
Is it possible to discuss photography as a medium separate from the thing being photographed? – Allan Sekula
Ist es möglich, Fotografie als Medium losgelöst von dem zu betrachten, was fotografiert wird? – Allan Sekula
Was hältst du von Fotowettbewerben? Hast du schonmal an einem Wettbewerb teilgenommen?
Ich denke, das Medium Fotografie kann sehr viele Perspektiven bieten – gerade für junge Menschen, die ihre Realität mit Fotografie darstellen können! Dies sollte jedoch nicht abhängig sein von Zugängen, Milieu und Geld!