Ab zu ECHT JETZT im KIT-Kunst im Tunnel in Düsseldorf 😍 💅🏼🌈 Ausstellung der Preisträger*innen 2026 🚀📸 20.09. - 15.11.2026 ❣️🎊 🎉
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Fotogruppe Sammarro - Serie: TRANSformation

Person

Düsseldorf, Ø17 Jahre

Jahr

2026

Kategorie

Alter: 16–20 Jahre

Preis

Fotogruppen-Preis 500 €

Jurybegründung

Eine simple Alltagshandlung in Fotos zu übersetzen, klingt zunächst einfach: Aber die Gruppe Sammaro zeigt, wie viel Vertrautheit manche Situationen brauchen, um durch die Verbildlichung alltäglicher Handlungen aufzuzeigen, wie sensibel alltägliches sein kann. Sehr nah folgt die Kamera einer Person durchs Badezimmer, eine extrem intime Situation. „Eine unglaublich gute Gruppenarbeit, auch weil hier Zwei an etwas gearbeitet haben, das nur gemeinsam und mit Konsens so möglich ist.“ Die Jury war sehr beeindruckt und sofort einig, dass dies ein Gruppenpreis sein muss.

Interview

Worum geht es in euren Fotos und wie ist die Idee dazu entstanden?
Es geht viel weniger darum, worum es in dieser Fotoserie geht, als was sie vermittelt. Die Serie folgt der Idee: „Ich zeig mich dir, du zeigst dich mir“ und beschreibt einen Moment zwischen zwei Geschwistern der von höchstem Vertrauen geprägt ist. In Form eines stillen Dialoges legt das eine Geschwisterkind seine Identität offen, während das andere es widerspiegelt. Damit kommt Verletzlichkeit und Offenheit einher, die nur zwischen sich zwei nahestehenden Personen ihre Form findet.

Für welche Techniken/Materialien habt ihr euch entschieden und warum?Um die Aufnahmen zu machen, nutzen wir eine analoge Point-and-Shoot Kamera. Diese erlaubte eine lockere und ungezwungene Dynamik, die ausschließt, dass man sich vor der Kamera verstellt.

Wie lange hat es gedauert, bis alles fertig war?
Die Dauer unseres Projekts ist schwer zu erfassen. Während das Shooting selbst sehr spontan und ungezwungen war und somit kurz, umfasste die Konzeptualisierung und Entwicklung unserer Idee eine Zeitspanne von 1‑2 Jahren.

Was liegt euch bei eurer Arbeit besonders am Herzen? Was möchtet ihr den Menschen mitgeben?
In der heutigen Zeit, die bestimmt wird von sich verhärtenden, unversöhnlichen politischen Positionen, interessiert uns der Umgang jedes einzelnen mit seinen Mitmenschen. Unsere Fotoserie zeichnet sich durch ihre Direktheit aus. Sie zwingt den Betrachtenden in eine Konfrontation. Dabei besteht diese nicht aus, Fakten und Vorwürfen. Stattdessen wird der Betrachtende durch die fotografische Inszenierung die Person des Vertrauens. Auf einmal wird der Betrachtende mit der Humanität und Verletzlichkeit eines Individuums konfrontiert und begibt sich in eine beinahe unangenehme Situation. Es zwingt den Betrachtenden, darüber zu reflektieren, wie er oder sie sich gegenüber anderen Menschen positionieren möchte.

Seit wann fotografiert ihr und wie seid ihr zur Fotografie gekommen?
Seit über 3 Jahren. Es gab von uns beiden schon seit jeher ein künstlerisches Interesse. Die Fotografie ist ein großartiges Medium, um unsere Ideen zu vereinen.

Was fotografiert ihr am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Installationen, künstlerische Fotografie

Was findet ihr an dem Medium spannend? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für euch?
Meistens verstreichen die Sekunden unbemerkt, denn eine einzige für sich ist nach nur einem Wimpernschlag schon vergangen. Das Foto bietet einem die Möglichkeit, diese eine Sekunde festzuhalten und sich im Nachhinein allen ihren Details, allen Eindrücken und Abläufen dieses kleinen, fast verschwindenden Bruchteils unseres Lebens zu widmen.

Habt ihr Vorbilder in der Fotografie?
Künstler, die uns inspirieren sind vor Allem: Rebecca Horn, Ai Weiwei, Thomas Demand, Duchamp, Wolfgang Tillmans, Liz Deschenes, Wim Wenders, Won Kar-Wai, Jeff Wall

Woran arbeitet ihr gerade?
Momentan beschäftigt sich Mei Ling mit Erinnerung und damit, dass diese nur fragmentarisch abgespeichert werden. Dafür arbeitet sie mit Archivfotos, alten Dias und bauleuchtkästen.

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