Minze Gaus - Serie: SOCCERWORLD
Person
Berlin, 18 Jahre
Jahr
2026
Kategorie
Alter: 16–20 Jahre
Interview
Worum geht es in deinem Foto und wie ist die Idee dazu entstanden?
Die Serie wurde inspiriert vom Straßenfußball und der damit zusammenhängenden Jugendarbeit in Berlin. Ich habe öfters auch schon an solchen Turnieren mitgespielt. Als diese Fotos entstanden sind, war ich jedoch zum Fotografieren des Turniers dort.
Für welche Techniken/Materialien hast du dich entschieden und warum?
Eigentlich wollte ich typische „Fußball-Actionfotos“ von den Partien machen. Da die Kamera, die mir zum Fotografieren des Turniers ausgeliehen wurde, nicht die allerneueste war und die Lichtsituation etwas kompliziert war, habe ich angefangen, aus ungewöhnlicheren Perspektiven und Winkeln zu fotografieren und so mehr Momente neben dem Platz und Augenblicke kurz vor oder nach den Spielen festzuhalten.
Wie lange hat es gedauert, bis alles fertig war?
Ich hatte nicht das Ziel, diese bestimmte Fotoreihe zu schaffen, sondern war während des gesamten Turniers dort gewesen, um wie normalerweise verschiedene Motive festzuhalten und die Dynamik der Spieler zu dokumentieren. Am Tag nach dem Turnier habe ich die Fotos noch bearbeitet, wobei ich mich entschieden habe, aus ein paar der Fotos eine kleine Fotoreihe zu machen und diesen noch einen klaren Schwarz-Weiß-Look zu geben.
Was hat dir beim Prozess am meisten Spaß gemacht? Was war herausfordernd?
Die Turniere fotografieren zu dürfen, macht mir immer Spaß. Dieses Mal war es jedoch etwas anders als sonst, da das Winterwetter in Berlin es zu dem Zeitpunkt unmöglich machte, draußen zu spielen. Die deshalb angemietete Halle war also etwas Besonderes, nicht nur für die Spielenden, sondern auch für mich, da die Netze um die Spielfelder und das Scheinwerferlicht interessant in die Fotos einzuarbeiten waren.
Was liegt dir bei deiner Arbeit besonders am Herzen? Was möchtest du den Menschen mitgeben?
Geht Fußball spielen! Und dass Fußball nicht einfach nur ein Sport ist, sondern ein wichtiger Standpunkt im Leben sein kann.
Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich habe mich eigentlich schon immer für das Bildermachen interessiert, aber so richtig zu fotografieren habe ich angefangen bei dem Turnier davor, Ende Dezember.
Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Am liebsten fotografiere ich Fußball und Architektur. Am meisten Spaß macht es mir aber, in den Großstädten anderer Länder zu fotografieren, wie z. B. London oder auch Marseille. Diesen Winter habe ich außerdem ein Fußballprojekt in Havanna für zwei Wochen fotografisch begleitet und dort fußballspielende Kids und die oft zugleich ruinösen als auch pittoresken Orte, auf denen sie Fußball spielen, portraitiert.
Was findest du an dem Medium spannend? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für dich?
Fotografie ist für mich eine Möglichkeit der Begegnung. Andere Menschen dabei festzuhalten, wie sie durch Fußball ihre Freiheit ausdrücken, ist ein schönes Gefühl und ich finde es schön, wenn ich auch anderen damit eine Freude machen kann.
Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Die Teamfotografin des Fußballvereins, in dem ich spiele, macht Bilder, die mir sehr gefallen und die mich inspiriert haben, auch mit Fotografie anzufangen. Ich besuche aber auch immer mal wieder gerne verschiedenste Fotoausstellungen.
Was hältst du von Fotowettbewerben? Hast du schonmal an einem Wettbewerb teilgenommen?
Das war meine erste Teilnahme an einem Fotowettbewerb und somit war es auch eine schöne Überraschung, meine Bilder direkt geehrt zu sehen. Solche Wettbewerbe sind eine sehr tolle Chance und es entstehen Kollektionen von Bildern, die sonst vielleicht nie zusammengekommen wären.
Woran arbeitest du gerade?
Ich fotografiere weiterhin regelmäßig bei Streetfootballturnieren, weil das einfach unglaublich viel Spaß macht. Sonst arbeite ich an verschiedenen kreativen Projekten im Bereich Fotografie, Film und Grafik.