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Aus der Serie: Used Pictures

»Medium Bild«, Einhardschule Seligenstadt

Seligenstadt, Ø 17 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2016
Next Level 2016

Schulgruppen-Preis 500 €

 
 

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Jurybegründung

Im Schuhkarton gehortet oder auf der Festplatte vergessen. Zu schade zum Löschen, aber auch zu unwichtig zum Vorzeigen. Das sind Bilder, die eine zweite Chance, einen zweiten Blick verdient haben, dachte sich die Fotogruppe „Medium Bild“ der Einhardschule Seligenstadt. Für ihr Projekt „Used Pictures“ wählen die Jugendlichen genau solche Bilder aus ihren heimischen Archiven zur Zweitverwertung. Welche Bedeutung haben Bilder und Urheber in der heutigen Zeit? Losgelöst von seiner ursprünglichen Intention, sammelt die Gruppe aussortiertes Fremdmaterial und erschafft interessante Neuinterpretationen. Das Projekt praktiziert für einen erfrischenden Umgang mit dem Medium Fotografie; hervorzuheben ist auch die gut gelayoutete Präsentation in Magazinform.

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Interview

Wie kam die Idee zu eurem Fotobuch zustande?
- Paul: Ich habe nach einem Projekt gesucht, das über das reine Fotografieren hinausgeht und eine intensivere Beschäftigung mit dem Medium fordert.

Was war euch wichtig, worum ging es euch dabei?
- Paul: Uns war es wichtig, nur B-Fotos zu benutzen, da diese aufgrund ihrer Unvollkommenheit genug Raum für Aneignungen und Neuinterpretationen bieten.

Nach welchen Kriterien habt ihr die Ausgangsbilder ausgesucht?
- Alex: Es gab eigentlich keine Kriterien. Die Bilder mussten nur ungenutzt und unveröffentlicht und gewissermaßen Abfallprodukt bisheriger Arbeiten sein.

Wie ist das Fotobuch entstanden? Welche Technik(en) wurde(n) benutzt?
- Thorben: Es wurden sowohl Dias aus dem Privatarchiv unseres Lehrers genutzt als auch analoge und digitale Bilder von uns aus den letzten Jahren. Zusammengenommen eine riesige Sammlung an Mittelmäßigkeit.
Alex: Jeder konnte aus dem Fundus der anderen Teilnehmenden Bilder nach seinem eigenen Belieben auswählen, um diese zu einem neuen Zyklus zu formen und einen neuen Kontext herzustellen.
Paul: Der Appropriator handelte dabei völlig autonom vom Erzeuger des ursprünglichen Bildmaterials.

Warum habt ihr genau diese Arbeit eingereicht ausgesucht? Was fasziniert euch an ihr?
- Jörg Caspar: Das Buch wurde speziell für den Deutschen Jugendfotopreis angefertigt.
Paul: Mich fasziniert, dass aus eher unbedeutenden Bildern tatsächlich interessante Serien geschaffen werden konnten, die, gelöst von den ursprünglichen Fotografien, ein gänzlich neues Narrativ erzeugen.

Wo und wem zeigt ihr die Ergebnisse eurer Gruppenarbeiten? Stellt ihr eure Fotos aus? Zeigt ihr sie im Internet?
- Jörg Caspar: Wir planen eine kleine Fotoausstellung mit Freunden in San Miguel de Allende in Mexico. Mit unseren lokalen Partnern sind wir noch auf der Suche nach weiteren Räumen für diese als Wanderausstellung konzipierte Fotopräsentation.
Paul: Wer sich die Anreise ersparen möchte, kann sich das Magazin digital auf meiner Website ansehen: www.paul-mueller.net/pages/used-pictures

Wie ist das Schulprojekt abgelaufen?
- Jörg Caspar: Es wechselten Phasen kollektiver Reflexion und individueller Bearbeitung. So wurde aus einer diffusen Idee das spätere Ergebnis ausgewaschen.

Seit wann existiert die Fotogruppe? Seit wann werden Fotoprojekte durchgeführt?
- Alex: Die AG entstand 2012 nach einer Geschichtsstunde über das 19. Jahrhundert, in welcher Herr Caspar die vermeintlich ausgestorbene Analogfotografie erwähnte. Nach dem Unterricht protestierte ich gegen diese Unterstellung, da ich zu diesem Zeitpunkt genauso wie Thorben und Paul analog fotografierte. Spontan schlossen wir uns zu einer Fotografie-AG zusammen, die sich seitdem von analoger über Digitalfotografie bis hin zu einer theoretischen Auseinandersetzung mit Themen wie Imaging und Ästhetik beschäftigt.


Welche fachliche Bedeutung hat die Fotografie für Sie?
- Jörg Caspar: Fachlich spielt Fotografie keine große Rolle. Gerade dies macht die Beschäftigung mit dem Thema interessant.

Wie wurdet ihr auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam?
- Paul: Vor etwas längerer Zeit war ich auf der Suche nach einem seriösen Fotografiewettbewerb, der sowohl nicht professionellen als auch minderjährigen Fotografen die Teilnahme ermöglicht. Durch die Werbung, die der DJF in den verschiedensten Medien betreibt, wurde ich dann ermutigt, dieses Jahr tatsächlich teilzunehmen.

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Preisträgerfotos + 2016 + Imaging/Next Level

 

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