Nele David - Serie: Start with Bismillah - im Namen Gottes
Person
Herrenberg, 22 Jahre
Jahr
2026
Kategorie
Alter: 21–25 Jahre
Interview
Worum geht es in deinem Foto und wie ist die Idee dazu entstanden?
In meiner Fotoserie geht es vor allem darum, mit den Vorurteilen zu brechen, die viele Menschen gegenüber dem Islam haben. Ich möchte zeigen, wie ich den Islam erleben und leben darf und wie wir als Freundesgruppe durch unseren Glauben miteinander verbunden sind.
Für welche Techniken/Materialien hast du dich entschieden und warum?
Ich habe zunächst mit einer analogen Point-and-Shoot-Kamera angefangen, bin später aber auf eine digitale Kamera umgestiegen. Dabei habe ich auch viel mit Blitz gearbeitet, um den Bildern noch mehr Pepp und eine ganz eigene Ästhetik zu verleihen.
Wie lange hat es gedauert, bis alles fertig war?
Der gesamte Prozess hat ungefähr zweieinhalb Jahre gedauert. In dieser Zeit hat sich die Serie immer weiterentwickelt, bis sie schließlich zu dem geworden ist, was sie heute ist.
Was hat dir beim Prozess am meisten Spaß gemacht? Was war herausfordernd?
Am meisten Spaß hatte ich beim Inszenieren der Bilder. Wir hatten als Gruppe immer eine richtig gute Zeit dabei, gemeinsam Ideen zu sammeln, uns zu überlegen, wie wir sie inszenieren können, und sie anschließend umzusetzen. Gleichzeitig war genau das auch eine der größten Herausforderungen: Trotz des Spaßes am Inszenieren wollte ich nie die eigentliche Message meiner Arbeit aus den Augen verlieren. Mir war wichtig, dass diese auch in den Bildern spürbar bleibt.
Was liegt dir bei deiner Arbeit besonders am Herzen? Was möchtest du den Menschen mitgeben?
Mit meiner Arbeit möchte ich vor allem dazu anregen, nicht in Schubladen zu denken und Menschen nicht nach dem zu beurteilen, was sie nach außen hin vielleicht zeigen. Ich wünsche mir, dass Menschen bestimmten Themen offener begegnen, sich mit ihnen auseinandersetzen und dadurch vielleicht auch einen anderen Blickwinkel kennenlernen.
Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich fotografiere eigentlich schon, seit ich ein Kind bin und meine Eltern mir meine erste Unterwasserkamera geschenkt haben. Durch mein Studium habe ich dann angefangen, mich ernsthafter und intensiver mit Fotografie auseinanderzusetzen.
Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Am liebsten fotografiere ich Momente – Momente, die ich festhalten möchte und die für mich eine tiefere Bedeutung haben. Das können Momente mit Freunden und Familie sein, aber genauso die kleinen, stillen Momente für mich selbst.
Was findest du an dem Medium spannend? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für dich?
Für mich ist Fotografie eine Form des Ausdrucks. Mit meiner Kamera kann ich Dinge vermitteln, die mir oft schwerfallen, in Worte zu fassen. Genau diese Möglichkeit, Gefühle, Gedanken und Perspektiven über Bilder auszudrücken, liebe ich an der Fotografie.
Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Mein größtes Vorbild ist die türkische Fotografin Sabiha Çimen. Ihre Arbeit und ihre Bildsprache inspirieren mich sehr.
Was hältst du von Fotowettbewerben? Hast du schon mal an einem Wettbewerb teilgenommen?
Tatsächlich habe ich vorher noch nie an einem Fotowettbewerb teilgenommen und bin deshalb umso dankbarer, Teil des Deutschen Jugendfotopreises sein zu dürfen. Ich finde es besonders schön, dass junge Menschen hier die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeiten zu zeigen und gleichzeitig miteinander in den Austausch zu kommen.
Woran arbeitest du gerade?
Zurzeit arbeite ich an meinem Masterprojekt, von dem ich hoffe, dass es genauso schön und besonders wird wie diese Arbeit. Start with Bismillah. :)