Jasper Hill - Serie: Im Land der weißen Berge
Person
Hannover, 22 Jahre
Jahr
2026
Kategorie
Alter: 21–25 Jahre
Interview
Worum geht es in deinem Foto und wie ist die Idee dazu entstanden?
In meiner Arbeit geht es um den Kalibergbau in Deutschland, also um den Abbau von Kaliumsalzen, die anschließend zu Düngemitteln weiterverarbeitet werden. Da das Kalisalz nicht getrennt von anderen Salzarten wie Steinsalz abgebaut werden kann, wird ein großer Teil des geförderten Salzes auf großen Halden aufgeschüttet. Auf die Idee für die Arbeit bin ich gekommen, als ich aus dem Zug heraus eine dieser großen, weißen Kalihalden gesehen habe und wissen wollte, worum es sich dabei handelt.
Wie lange hat es gedauert, bis alles fertig war?
Insgesamt habe ich über eineinhalb Jahre an der Arbeit gearbeitet. Zu Beginn musste ich mich zunächst intensiv in das Thema einlesen, um die relevanten Aspekte zu verstehen und zu planen, was ich fotografieren möchte. Die meisten Fotos sind innerhalb eines halben Jahres im Jahr 2024 entstanden. Einige Motive lassen sich jedoch nur einmal im Jahr oder sogar nur alle paar Jahre fotografieren. Diese Bilder habe ich deshalb im vergangenen Jahr noch nachfotografiert.
Was hat dir beim Prozess am meisten Spaß gemacht? Was war herausfordernd?
Am meisten Spaß hat mir gemacht, wenn sich die aufwändige Recherche vor Ort ausgezahlt hat und ich die Bilder machen konnte, die ich mir im Vorfeld vorgestellt hatte. Neben der Komplexität des Themas stellte vor allem die Lage der Abbaugebiete eine Herausforderung dar. Da diese weit verstreut und häufig nur schlecht angebunden sind, habe ich viel Zeit im Zug verbracht.
Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich bin 2016 durch einen Freund zur Fotografie gekommen. Seitdem habe ich eine Ausbildung zum foto- und medientechnischen Assistenten abgeschlossen und studiere seit 2022 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover.
Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
Neben dokumentarischen Langzeitprojekten fotografiere ich besonders gerne redaktionelle Porträts und kürzere Reportagen. Dabei gefällt mir besonders, dass die Geschichten und Themen vorgegeben werden und ich dadurch Menschen und Bereiche kennenlernen darf, mit denen ich sonst vermutlich nicht in Berührung kommen würde.