Wettbewerb
Du hast Lust, am Deutschen Jugendfotopreis teilzunehmen? Hier findest du alle Informationen dazu, wie du mitmachen kannst. Die nächste Ausschreibung startet im Herbst 2027.
Selbstverständnis
Wir entdecken, fördern und vernetzen junge Fotografie. Wir machen Ausstellungen, Workshops, veröffentlichen und zeichnen aus. Wir machen uns stark für dich und euch, zeigen die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ihre Meinungen, Geschichten und Erfahrungen in visueller Form. Wir stehen ein für eine vielfältige und offene Gesellschaft – das soll sich auch in Bildern widerspiegeln. Deshalb ist es uns besonders wichtig, jungen Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft eine Bühne zu bieten. Die Frage, wie wir darin noch besser werden können, beschäftigt uns unentwegt. Wir freuen uns, wenn wir dich zur weiteren Auseinandersetzung mit Bildern ermutigen können – ob privat, in deiner Freizeit, professionell oder in der Wahl deiner Ausbildung.
Für uns hat Fotografie Zauberkräfte – sie kann bewahren, sie kann erzählen und sie kann uns täuschen, sie kann Hoffnung geben, leise Stimmen laut werden lassen, sie kann Menschen stärken und sie miteinander verbinden. Deshalb verstehen wir diesen Wettbewerb als Plattform, in der neue Stimmen Gehör finden können.
FAQ
Bei Fragen: keine Scheu, melde dich einfach! Du erreichst uns von Montags bis Freitags am besten per Mail, Telefon oder Instagram. Aber vielleicht hilft dir bereits die Übersicht der häufigsten Fragen – und unsere Antworten.
Kategorien
Jahresthema: Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto
In der Kategorie Jahresthema setzen wir zu jeder neuen Ausschreibung einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Unsere Jahresthemen greifen aktuelle gesellschaftliche Fragen auf und laden dich dazu ein, dich durch deine Bilder mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Hier kommt der Ausschreibungstext zu unserem Jahresthema im Wettbewerbsjahr 2025/26, wenn du dich für ältere Jahresthemen interessierst, schau gerne hier vorbei.
„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – so lautete die Caption in einem Fernseh-Werbespot für Geldanlagen einer Bank aus den 1990er Jahren. Das Versprechen, zu finanziellem Wohlstand zu gelangen, wenn man sich nur genug anstrengt, lag in der Luft und schien für die Generation der Millennials noch selbstverständlich.
Heutzutage wissen wir: Ein sehr kleiner Teil unserer Gesellschaft (1%) besitzt 18% des Gesamtvermögens, so viel wie die ärmsten 75% unserer Gesellschaft insgesamt. Knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Hinzu kommt, dass ein Großteil des in Deutschland gebildeten Vermögens vererbt wird.
Mit dem Jahresthema „Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto“ fragen wir dich deshalb: Was erträumst du dir für deine Zukunft? Sind Dinge wie ein Haus, ein Auto oder ein Boot für dich Ziele – vielleicht gerade, weil sie so schwer erreichbar scheinen? Oder, hast du andere Ideen von einem guten Leben? Was bedeutet Wohlstand für dich, und hat dieser für dich etwas mit den Themen Nachhaltigkeit oder soziale Gerechtigkeit zu tun?
Wir freuen uns auf deine Perspektiven auf Besitz, Träume und Gerechtigkeit – ob in Portraits und Serien, in Einzelbildern und Selfies, in Fotobüchern oder Collagen, ob in schwarz/weiß oder Farbe, ob digital oder analog, ob stark bearbeitet oder pur – alle Techniken der Fotografie sind bei uns willkommen! Hauptsache, du erzählst mit deinen Bildern Geschichten.
Freie Themenwahl:
Hier sind alle Motive erlaubt. Vom Lieblingsstein bis zu den Lieblingsmenschen, mystischen Waldfeen und den verschiedensten Lebensrealitäten. Egal, ob hart, ehrlich, lustig, verletzlich, liebevoll, zauberhaft, traurig, erschütternd oder sonderbar – es geht nicht um Perfektion. Uns interessiert, was dich begeistert und bewegt. Auf welche Bilder bist du stolz? Oder: Woran arbeitest du grade?
Experimente:
Lass deiner Kreativität freien Lauf und zeige uns, wie du Fotografie weiter- und neu denkst. Du liebst es zu sticken, zu kleben, zu zocken oder zu animieren? Du wolltest schon immer diese eine alte Technik ins hier und jetzt holen oder dich mit ganz neuen Möglichkeiten der Fotografie beschäftigen? Zeig uns was du ausprobiert hast und probiere dich selbst aus. Vom Einzelbild bis zum Fotobuch. Egal, welches Material und Motiv, ob Online oder Offline erstellt, ob bunt oder schwarz-weiß, ob ernst oder spaßig: Was bewegt dich?
Hinweis: KI-Einreichungen sind hier nicht erlaubt, sondern nur in der Kategorie Jahresthema. Bitte achte dazu auf unsere Hinweise zu KI-erzeugten Bildern – mehr dazu findest du in den FAQ's.
Jury
In der Jury des Deutschen Jugendfotopreises wirken Persönlichkeiten aus den Bereichen Fotografie und Bildung mit. Sie alle verbindet ihr Interesse für junge Sichtweisen und die Leidenschaft für Fotografie.
Die Jury wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen.
Felix Hoffmann
Felix Hoffmann ist Gründungsdirektor des Zentrums für Fotografie und Lens Based Media FOTO ARSENAL WIEN und Direktor der FOTO WIEN. Von 2005 bis 2022 war er Chefkurator des Ausstellungshauses C/O Berlin, wo er für Ausstellungen, Programme und Strategie zuständig war.
Edlin Jap
Edlin ist Masterstudentin von „Kunst und Medien“ mit dem Schwerpunkt „Narrativer Film“ an der Universität der Künste Berlin. Sie arbeitet interdisziplinär mit Fotografie und Film sowie als Produzentin. Mit ihrer Serie »Eine Woche mit Maurell« gehörte sie zu den Preisträger*innen des Deutschen Jugendfotopreises 2024.
Maren Lübke-Tidow
Maren Lübbke-Tidow ist künstlerische Leiterin des European Month of Photography Berlin (EMOP Berlin). Von 1997 bis 2016 war sie Redakteurin und Kuratorin bei Camera Austria (Graz), von 2011 bis 2014 als Chefredakteurin. Seit 2020 ist sie Teil der Projektgruppe „Lighting the Archive“ und hat diverse Lehrtätigkeiten inne, u.a. unterrichtet sie seit 2012 an der Schule für Künstlerische Photographie Wien.
Davyd Mirzoyan
Davyd Mirzoyan studiert Fotografie an der FH Dortmund und arbeitet bevorzugt dokumentarisch und experimentell mit Fotografie. Mit seiner Serie »poke at everything« gehörte er zu den Preisträger*innen 2024.
Rebecca Racine Ramershoven
Rebecca Racine Ramershoven ist bildende Künstlerin, deren Arbeiten seit 2014 international ausgestellt werden. Sie thematisiert in ihren Werken racebezogene Repräsentation und soziokulturelle Fragen durch Fotografie, Bewegtbild und Sound. 2022 war sie Stipendiatin für „Zeitgenössische deutsche Fotografie“, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. 2025 ist sie Stipendiatin der VILLA AURORA Los Angeles & Residency des KunstSalon.
Gesine Born
Gesine Born studierte Chemie, Kommunikationsdesign und Fotografie bei Ute Mahler in Hamburg. Sie ist freie Fotografin und KI-Expertin. 2022 gründete sie das „Bilderinstitut“, Institut für visuelle.
Auswahlgremium
Das Vorauswahlgremium setzt sich zusammen aus Personen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten mit und für die Fotografie arbeiten. Dieses Team sichtete 2026 eure insgesamt 8.304 Einreichungen:
Künstliche Intelligenz
Der Deutsche Jugendfotopreis ist ein Wettbewerb für junge Fotografie. Im Mittelpunkt stehen fotografische Bilder. Für das Jahresthema „Ein Haus, ein Boot, ein Auto“ konnten 2025/26 auch KI-erzeugte Bilder eingereicht werden. Wichtig: Die Anzahl der prämierten Fotografien blieb davon unberührt.
Im Wettbewerbsjahrgang 2025/26 entschied die Jury, keine der KI-erzeugten Einreichungen zu prämieren. Das für KI-erzeugte Bilder vorgesehene Preisgeld wurde stattdessen an Arbeiten aus den anderen Kategorien vergeben.
Als Wettbewerb für junge Bildkultur gehen wir bewusst sensibel mit dem Thema KI um. Uns ist wichtig, zwischen Fotografie und KI-generierten Bildern zu unterscheiden – aus Gründen der Transparenz, der Medienkompetenzförderung und mit Blick auf den berufsethischen Anspruch an das fotografische Arbeiten.
Wer KI-Bilder einreicht, muss dies offenlegen und Angaben zur verwendeten Software und den Prompts machen. Denn KI-generierte Bilder entstehen nicht im luftleeren Raum: Sie basieren auf riesigen Bilddatenbanken, die aus Millionen von Fotos und Grafiken bestehen – viele davon wurden von Menschen geschaffen, oft ohne deren Wissen oder Zustimmung. Die Prompts helfen uns zu verstehen, wie ein Bild gedacht und gestaltet wurde, und machen sichtbar, welche kreativen Entscheidungen du getroffen hast. Das ist entscheidend für eine faire und verantwortungsvolle Bewertung durch die Jury – und für einen respektvollen Umgang mit Bildkultur im digitalen Zeitalter.