Kate Schultze -
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Aus dem Fotobuch: if you like your coffee hot, let me be your coffee pot.

Kate Schultze

Berlin, 21 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Imaging und Experimente

Auszeichnung 300 € 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Fotobuch gekommen?
- Mitte 2018 haben in meinem Freundeskreis viele neue Beziehungen angefangen. Damals habe ich Momente, die ich schön fand, fotografiert, mal weil ich sentimental oder betrunken war oder weil ich meine Filmrolle vollkriegen wollte. Im Laufe der Zeit hat sich viel angesammelt. Und als ich in der Schule das Thema "True Lies" hatte, dachte ich, es würde gut dazu passen, diese Arbeit fortzusetzen.

Was war dir wichtig, was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?
- Verliebt sein ist chaotisch, oft schön und manchmal auch traurig, aber für jeden total subjektiv und nicht richtig greifbar. Das Buch sollte also irgendwie diese Gefühle vermitteln. Es ist manchmal überladen, durch den Blitz etwas trashig, aber man findet auch melancholische Momente. Es erzählt eine Geschichte, in die sich jeder irgendwie hineinversetzten kann.

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht?
- Die Bilder sind sehr persönlich, denn sie zeigen meistens Menschen, die mir besonders nahstehen, und sie stehen für eine Sammlung von Momenten, an die ich mich gerne erinnere. Deswegen ist es auch so ein großer Material-Mix geworden. Um die Betrachter habe ich mir bei dieser Serie eher wenig Gedanken gemacht. Sehr egoistisch, ich weiß.

Über welchen Zeitraum hast du die Momente eingefangen?
- Die Serie ist über einen Zeitraum von ca. 18 Monaten entstanden.

Wie ist die Serie entstanden?
- Die Serie ist mit vielen verschiedenen Techniken aufgenommen. Das meiste ist analog fotografiert – mit Einwegkameras, günstigen Point and Shoots, Polaroids oder auf Mittelformat. Eine Cyanotypie von einem Großformatnegativ ist ebenfalls dabei. Ich habe alles gescannt, Negative, Prints, Karten und die Fototapeten, die den Hintergrund im Buch liefern. Das Cover ist ein Scan der Handschrift meiner besten Freundin. Sonst bearbeite ich meine Bilder nur sehr wenig digital; meistens passe ich nur die Helligkeit und den Kontrast an und entferne den Staub.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Mein Bruder ist früher sehr viel gereist und hat immer fotografiert. Seine Bilder haben mich beeindruckt. Da wollte ich auch so etwas machen. Mit 16 habe ich dann in England Fotografie als A-Level belegt. Das war meine erste ernsthafte Auseinandersetzung damit.

Was fotografierst du am meisten?
- Normalerweise fotografiere ich eher ruhigere Motive im Bereich Landschaft oder Porträt. Diese haben meistens einen geografischen oder politischen Zusammenhang. Häufig sind es gefundene Situationen, Porträts inszeniere ich aber auch manchmal. Diese Arbeit unterscheidet sich sehr davon. Fast immer habe ich auch eine kleine Kamera dabei und nehme mit, was kommt.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Klar, aber das ändert sich ja ständig. Ich war immer sehr beeindruckt von den Serien von Martin Parr. Aber im Moment sind es Arbeiten von z.B. Bryan Schutmat, Laura Pannack oder Jack Latham, die ich sehr interessant finde.

Wo und wem zeigst du deine Bilder?
- Ich mache eine Ausbildung zur Fotografin am Lette Verein, da zeigt man Bilder natürlich in der Klasse. Manchmal auch bei Gruppenausstellungen, die sich aus dem Schulkontext oder durch Ausschreibungen ergeben.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Durch Fotografie kann ich Momente und Themen, die mir wichtig sind, fixieren und zeigen. Ich kann sie selbst quasi immer wieder durchleben und auch anderen Menschen visuell, vielleicht sogar einfacher und attraktiver zugänglich machen. Das finde ich schon ziemlich reizvoll.

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