Moses Omeogo - der Erbauer
der Erbauer
Moses Omeogo - die Tiefen
die Tiefen
Moses Omeogo - Adam
Adam
Moses Omeogo - Schlange
Schlange
Moses Omeogo - Eva
Eva
Moses Omeogo - Untergang
Untergang

Serie: Ursprung

Moses Omeogo

Hamburg, 22 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Imaging und Experimente

Hauptpreis 500 € 

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Jurybegründung

In seiner Serie „Ursprung“ testet Moses Omeogo die Grenzbereiche der Fotografie aus. Aber ist das überhaupt noch Fotografie? Moses Omeogo hat gedruckte Fotos geteilt, neu kombiniert, mit grafischen Elementen ergänzt und zu neuen Bildern zusammengesetzt. Der Bildraum und die Tiefe im Bild sind neu definiert, Körperfragmente neu zugeordnet. Viele Schlangen ergeben eine mehrköpfige Hydra – und zwei Landschaften werden, in Streifen geschnitten, zu einem ganz neuen Landschaftskonzept. Das alles wirkt sehr lässig und souverän gebaut. So geht künstlerische Collage. Das ist fantastisch und toll gemacht und der klare Hauptpreis beim Deutschen Jugendfotopreis in der Kategorie „Experimenteller Umgang mit Fotografie“.

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
- Aufgrund meiner sehr religiösen Erziehung habe ich die Tendenz, mich thematisch im selben Milieu aufzuhalten. Als mir die Idee kam, mich mit Collagekunst zu beschäftigen, fiel meine Wahl sehr intuitiv auf die Schöpfungsgeschichte.

Was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?
- Bei der Serie war es mir wichtig, so präzise wie möglich die diversen Stationen im Schaffensprozess der Welt darzustellen.

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht?
- Da es sich um eine eigentlich zehnteilige Collagearbeit handelt, fiel mir die Wahl nicht so einfach. Im Endeffekt habe ich mich für diese sechs Motive entschieden, da sie die Knotenpunkte meines Projektes sind.

Woher stammt das Bildmaterial?
- Bei dem Material handelt es sich um Archivmaterial. Ich habe mir Magazine, Theater-Beihefte, Lexikoneinträge und Drucke der 1950er auf Flohmärkten zusammengesucht und die Motive konstruiert.

Was fasziniert dich an der Collagetechnik?
- Die Geduld, Präzision und Aufmerksamkeit, die man an den Tag legen muss. Im Gegensatz zu Collagearbeiten anderer Künstler konnte ich keine meiner Materialien nochmals drucken und so lange rumprobieren, bis es mir gefiel. Sobald der Schnitt mit dem Skalpell gemacht war, musste ich mir entweder zu 100% sicher sein oder einen neuen Ansatz wählen.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Ich fotografiere seit nun knapp 4 Jahren. Aufgrund meiner großen Liebe zum Film habe ich meinen Weg zuerst mit der analogen Fotografie begonnen und nun ein Studium an der UE Germany in Hamburg angeschlossen.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Wenn es gerade nicht inszenierte Serien zu Mythen und Religion sind, beschäftige ich mich zurzeit mit Themen der Wissenschaft. Wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin, erschließen sich mir oft Motive, bei denen Mensch und Strukturen in Relation zueinander stehen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Für mich gibt es keine konkreten Vorbilder. Ich verfolge diverse Fotografen und lasse mich von ihnen und meinem Umfeld inspirieren.

Stellst du deine Fotos aus?
- Zurzeit stelle ich meine Bilder hauptsächlich in der Hochschule aus. Bisher hatte ich zwei externe Ausstellungen. Eine während der Triennale der Fotografie vor den Deichtorhallen 2018 in Hamburg, und während meiner Artist Residency bei Antoine d'Agata im April 2019 in der Voies Off Gallery Arles.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Die Fotografie bietet mir die Möglichkeit, ein Thema intensiv zu eruieren, visuell präzise darzustellen, und somit den Betrachtern neue Blickwinkel zu offenbaren.

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