Sophia Kühle -
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Serie: Was bleibt, wenn du gehst?

Sophia Kühle

Hamburg, 22 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2020
Freie Themenwahl | Altersgruppe D (21-25 Jahre)

Auszeichnung 300 € 

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen?
- Die Serie ist innerhalb eines Kurses entstanden, dessen Thema die Nacht war. Ich wollte den damaligen Alltag meines Großvaters als Jäger in Niederelsungen inszenieren, da ich die Jagd mit der Nacht verbunden habe. Eine Tradition der Menschen in dem Dorf ist es, zu jagen. Mein Opa war ein Teil davon und ist stolz darauf. Er hat seine Errungenschaften teilweise aufgehoben und ausstopfen lassen.

Was war dir wichtig, was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?
- Ich möchte vermitteln, dass es nicht wichtig sein muss, immer mehr zu besitzen und das „Alte“ wegzuschmeißen. Häufig sind es Dinge, Beziehungen etc., die uns erst dann richtig glücklich machen, wenn sie es wert sind, repariert zu werden. Durch die schweren Zeiten des 2. Weltkrieges besitzt mein Opa eine gewaltige Menge an unterschiedlichsten Dingen. Es tut ihm weh, sie wegzuschmeißen, ohne versucht zu haben, sie zu reparieren. Wenn meine Oma und mein Opa einmal nicht mehr da sein werden, hinterlassen sie etwas. Einen Teil einer Geschichte. Einen Teil meiner Geschichte. Heutzutage sieht alles anders aus. Wir passen uns an. Folgen den schnellen Trends ohne nachzudenken. Aber was werden wir unseren Nachkommen einmal hinterlassen?

Warum hast du genau diese Bilder ausgesucht?
- Ich habe versucht, eine gute Mischung der Inszenierungen zusammenzustellen. Meiner Meinung nach funktioniert die Serie auf verschiedene Weisen. Sie besteht aus insgesamt 30 Fotografien, funktioniert aber auch, wenn man nur drei auswählt.

Wie ist die Serie entstanden?
- Ich habe mit einer digitalen Spiegelreflexkamera mit Aufsteckblitz fotografiert.

Seit wann fotografierst du?
- Ernstzunehmend erst seit dem Studium, durch welches ich auch erst richtig zur Fotografie gekommen bin.

Was fotografierst du am meisten?
- Unterschiedlich. Allerdings fotografiere ich sehr konzeptionell.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
Am meisten gelernt habe ich vermutlich von einer meiner Dozentinnen. Für mich gibt es viele inspirierende Fotografen.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Bis jetzt im Rahmen der Altonale und der Hochschule bei Rundgängen.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografie bedeutet für mich, mir eine eigene Bühne zu schaffen, auf der ich mich verwirklichen kann. Es bedeutet aber auch, Beziehungen neu zu entdecken und zu vertiefen.

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