Laura Boucsein
Person
Arnsberg, 24 Jahre
Jahr
2008
Kategorie
Alter: 21–25 Jahre
Preis
Prämie 150 €
Interview
- Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommei?
-- Die Serie „Ich wär so gerne tot.“ ist ein Portrait meiner Mutter. Sie soll Spuren zeigen, die sie im Alltag hinterlassen hat und die Einschränkungen zum Ausdruck bringen, die sie durch ihre Krankheit hatte. Jeden Tag geplagt von der Angst keine Luft mehr zu bekommen.
- Wie sind die Bilder entstanden?
-- Die Serie habe ich mit einer analogen Mittelformatkamera, einer Hasselblad, fotografiert - auf ein 6x6 Negativformat. Die analoge Fotografie macht mir nach wie vor viel Spaß. Ich finde, sie ist nicht zu vergleichen mit der digitalen Technik, da man bewusster fotografiert und sich im Labor beim Vergrößern noch mal lange mit den Bildern auseinandersetzt.
- Wie bist du zur Fotografie gekommen?
-- Nach dem Abitur wollte ich zunächst Grafik-Design studieren. Dafür war ein dreimonatiges Praktikum Voraussetzung. In dem Praktikum habe ich gemerkt, dass mir das Fotografieren sehr viel Spaß macht. Direkt im Anschluss habe ich dann die Möglichkeit bekommen, in dem Fotostudio (Fotografie Anneser in Arnsberg) meine Ausbildung zur Fotografin zu machen. Direkt nach Abschluss meiner Ausbildung im Jahr 2005 habe ich mit dem Fotodesign-Studium begonnen.
- Wo oder wem zeigst du deine Bilder?
-- Während der Entstehung einer Serie sehen die Fotos meine Freude und Professoren. Außerdem zeige ich meine Fotos auch auf meiner Homepage www.laura-boucsein.de, die gerade überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht wird.
- Gibst du deinen Bildern Titel?
-- Nicht jedes Einzelbild hat bei mir einen Titel, aber fast immer die ganze Serie. Ich finde, dies weist den Betrachter bereits in eine bestimmte Richtung. Und dann liegt das Detail in der Fantasie des Betrachters.
- Welche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
-- Erinnerung, Erzählung, Dokumentation, Arbeit, Freude.
Weitere Arbeiten aus dem Jahr 2008