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Presse-Infos

 

Klasse Bilder statt nur Megapixel

Der Deutschen Jugendfotopreis wurde auf der Photokina verliehen

Am 1. Oktober wurden die diesjährigen Gewinner des Deutschen Jugendfotopreises auf der Weltmesse für Fotografie ausgezeichnet. Mit dabei: spontane Handyfotos von Dreijährigen ebenso wie konzeptionelle Arbeiten von Kunststudenten. Neben der Kategorie „Freie Themenwahl“ waren Einsendungen zum Imaging-Special und zum Sonderthema „Fußballfieber“ möglich. Bei dem Wettbewerb, der vom Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) im Auftrag des Bundesjugendministeriums veranstaltet wird, gab es mit über 10.000 Einsendungen eine Rekordbeteiligung.

Besonders gefragt waren persönliche und unkonventionelle Sichtweisen und der Ausdruck eigener Gedanken und Gefühle. Die Preisverleihung – vergeben wurden Preise im Gesamtwert von 13.000 Euro – war der Abschluss der vom KJF auf der Photokina durchgeführten „Young Imaging Days“ mit Workshops und Fotoausstellungen. Zu den Preisstiftern zählten neben dem Bundesjugendministerium das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration Nordrhein-Westfalen, der Photoindustrie-Verband sowie die Firmen Apple und Adobe mit Soft- und Hardware.

Auffallend beim Deutschen Jugendfotopreis 2006 ist der Erfolg besonders junger Teilnehmer. Gerademal drei Jahre ist der jüngste Preisträger Darius Mohammadi aus Erftstadt. Die fünfjährige Emily Hiltmann aus Hannover hat gleich zwei Preise gewonnen: In der Kategorie „Freie Themenwahl“ und bei „Fußballfieber“ überzeugten ihre Bilder die Jury. Einer der Preise des Photoindustrie-Verbands für die beste Gruppenleistung ging an die Kinder der Tagesstätte Lichtwarkhaus in Hamburg zum Thema „Wohnen in der Stadt - Wie wohne ich?“. Den Hauptpreis in dieser jüngsten Altersgruppe erhielt der achtjährige Julian Feisler aus München für sein Langzeitprojekt „Meine Schwester Sonja“, das er im Alter von drei Jahren begonnen hat.

Kennzeichnend für die höheren Altersgruppen waren viele konzeptionell und technisch herausragende Arbeiten. Sie machen deutlich, dass Jugendliche und junge Erwachsene das Medium Fotografie für den Ausdruck eigener und gesellschaftlicher Anliegen bewusst zu nutzen wissen. Mit den Portraits ihrer sterbenden Schwester möchte die 23-jährige Elisa Nisshia Dietrich aus Unna-Siddinghausen „den Tod normalisieren“. Viele Arbeiten vermitteln hohes künstlerisches Niveau und gestalterische Sicherheit – so etwas Fotobuch „Violett“ von Andrea Bellu (25, Braunschweig) oder die Fotoserie von Axel Braun (22, Essen), in der „die Spuren der Zeit auf Zimmerwänden“ fixiert sind.

Beim „Imaging-Special“ sollten Bilder eingereicht werden, die ihre digitale Künstlichkeit nicht verbergen und neue Welten sichtbar werden lassen. Gestiftet wurden die Preise in dieser Kategorie vom Land NRW. Mit technischer Raffinesse und Humor erlangte Stefanie Scherbel (25) aus Würzburg mit ihren Montagen von Real- und Miniaturwelten den ersten Platz. Frei nach dem Motto „Klonen was das Zeug hält“ hatten die 16 jährigen Schülerinnen und Schüler des Kölner Schillergymnasiums viel Spaß an digitaler Bildbearbeitung und wurden für Ihre Gesamtleistung mit einem weiteren Hauptpreis bedacht.

Die Fußball-WM ist nun Geschichte, was bleibt sind Erinnerungen und jede Menge Bilder. Die Fotos zum Thema „Fußballfieber“ bieten ungewöhnliche Perspektiven: Das Spektrum reicht von der subjektiven Reportage trister Bolzplätze in Berlin von Martin Brosig und Thomas Hammer (18) über die Bilder des Altherren-Fußballvereins von Julia Maria Depis (23, Wiesbaden) oder die Gay-Kicker Danny Frede (24, Köln).

Alle prämierten Arbeiten sind auf www.jugendfotopreis.de veröffentlicht.


Kontakt:

KJF-Medienwettbewerbe
Deutscher Jugendfotopreis
Küppelstein 34
42857 Remscheid
Tel.: 02191-794238
Mail:

Remscheid, im Oktober 2006

 

 

 

 

 

 

 

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