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Christoph Kurze

Seebad Heringsdorf, 20 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2006
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe C (16-20 Jahre)

Sachpreis Adobe Elements
Adobe Systems

 
 

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Jurybegründung

Die Begeisterung schlug bei der Fußball-WM offenbar weite Kreise: Selbst der Osterhase und der Weihnachtsmann spielen auf dem Foto von Christoph Kurze mit dem weiß-schwarzen Lederball. Der leichte und lockere Umgang mit dem Thema »Fußballfieber« zeigt hier eine sehr verspielte Facette. Das Bild macht einfach Spaß und bringt die Fußball-Begeisterung rüber. Mit seiner erfrischenden Inszenierung und humorvollen Auseinandersetzung mit dem Thema konnte der Fotograf die Jury für sich begeistern.
Fußball-WM in Deutschland: Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen.

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Interview

- Seit wann fotografierst Du?
-- Vor ca. zwei Jahren habe ich angefangen mich mit Fotografie näher zu beschäftigen und experimentiere noch viel herum.

- Wie bist Du dazu gekommen?
-- Angefangen habe ich mit meinen ersten schwarz-weiß Streifen in Brighton. Für diese Fotos stellte mir mein Freund Sören, mit dem ich mich auch über Fotografie austausche, seine Spiegelreflexkamera zur Verfügung. Als ich dann die Fotos in der Hand hatte, hat mir das Ergebnis so gut gefallen, dass ich an der Fotografie hängen geblieben bin.

- Was hat Dich zu dem Foto, das jetzt beim Deutschen Jugendfotopreis prämiert wurde, gebracht? Wie bist Du auf das Thema gekommen?
-- Nun, schon lange bevor die WM angefangen hatte, schien ganz Deutschland vom Fußballfieber gepackt worden zu sein – das größte Ereignis des Jahres. Deswegen machte ich mir Gedanken, wie man dieses Thema mit einfachen Mitteln symbolisch umsetzen kann. So bin auf die Idee mit den Weihnachtsmann (der rund um den Erdball bekannt ist) und Osterhasen (den jedes Kind in Deutschland kennt) gekommen. Sie werden mit den größten christlichen Festen Weihnachten und Ostern assoziiert. Aus diesem Grund bediente ich mich an der Symbolik des Osterhasen, des Weihnachtsmann und der schwarz-weißen Kugel, um die Ausmaße der WM, die für viele wie Weihnachten und Ostern zusammen war, in den Kasten zu bringen. Es war eine besondere Atmosphäre, die ganz Deutschland ansteckte, zu spüren: Zu Gast bei Freunden.

-Wie hast Du das Foto gemacht?
-- Auch wenn zur Zeit der WM viele „Fußballverrückte“ mit bemalten Gesichtern und lustigen Hüten herumgelaufen sind, bin ich auf keinen Osterhasen oder Weihnachtsmann getroffen und mir blieb nichts weiter übrig, als die Szene selbst zu inszenierten. Dafür brauchte ich natürlich zunächst einmal zwei Freiwillige, die für diesen Spaß zu haben waren, ein Hasen- und ein Weihnachtsmannkostüm und nicht zu vergessen einen Fußball. Außerdem überlegte ich mir, wo ich die Szene am Besten inszenieren könnte: Es sollte ein Ort sein, der mit etwas Positiven verbunden wird, wo Fußball gespielt wird und dennoch sollte er schlicht sein, damit sich das Foto auf das Wesentliche konzentriert. Da bot sich der Strand vor meiner Haustür regelrecht an und ich setzte den Weihnachtsmann und Osterhasen in Szene. Ich machte eine Reihe von Aufnahmen mit verschiedenen Hintergründen und Aktionen am Strand bis genügend Fotomaterial auf dem Chip gebannt war und Osterhase und Weihnachtsmann erschöpft in den weißen Sand fallen konnten.

- Versiehst Du Deine Fotos mit Titel/Text?
-- In der Regel versehe ich meine Fotos nicht mit Titeln oder Texten, weil Fotos eigentlich genügend Aussagekraft haben und ein Titel nicht immer unbedingt erforderlich ist.

- Welche Technik hast Du benutzt?
-- Die Fotos habe ich ohne Blitz mit einer ESO 20D geschossen. Weil ich keinen Pol-Filter besitze und zu dieser Zeit auch noch keine Gegenlichtblende und UV-Filter für mein Objektiv hatte, gestaltete sich das Fotografieren mit der hohen Sonneneinstrahlung ein wenig schwierig. Der blaue Himmel lichtete sich gräulich am Horizont (Dunst)ab und ich musste ihn hinterher noch ein wenig mit Adobe Photoshop aufbläuen (jedoch nur bei wenigen Fotos).

- Wo bzw. wem zeigst Du Deine Bilder? Wie präsentierst Du Deine Fotos?
-- Weil ich im Bereich der Fotografie bis jetzt noch in den Kinderschuhen stecke, präsentiere ich meine Fotos in der Regel noch nicht öffentlich. Im Großen und Ganzem zeige ich meine Fotos nur Freunden und meiner Familie. Jedoch wenn ich Ende Juni aus Ecuador zurückkomme, würde ich gerne eine Ausstellung machen. Ich weiß zwar noch nicht wie und wo, aber genügend Fotos habe ich.

- Hast Du Vorbilder in der Fotografie?
-- Es gibt viele Fotos, die mir sehr gut gefallen (z.B. „A Sudden Gust of Wind“ von Jeff Wall) und ich würde gerne irgendwann auch mal so gute Fotos knipsen. Neben Jeff Wall, den ich wegen seiner absolut genialen Inszenierungen bewundere, gehören Gilbert & George, Arnold Newman und Lewis W. Hine zu meinen Favoriten.

- Was ist für Dich das Fotografieren? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für Dich?
-- Meine Kamera ist fast immer mein ständiger Begleiter. Tag für Tag überfluten mich hunderte Eindrücke, die ich am liebsten mit der Kamera einfangen möchte... Jeder Klick sollte trotz digitaler Technik gut überlegt sein, damit das Foto nicht seine Aussagekraft verliert. Jedes Mal, wenn ich durch die Linse schaue, versinke ich in eine andere Welt. Das Adrenalin schießt in mein Blut – meine volle Aufmerksamkeit widmet sich dem „Target“. Stimmen Schärfe und Unschärfe, Shutterspeed und Blendenwert, usw. ...und im richtigen Moment abdrücken.

- Ist das Fotografieren ein Hobby oder könntest Du Dir vorstellen, mit Fotografie später beruflich zu arbeiten?
-- Bis jetzt ist die Fotografie nur ein Hobby von mir, aber warum sollte man nicht sein Hobby zum Beruf machen (jedoch habe ich keine Ahnung, ob ich gut genug dafür bin).

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