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Ich bin sprachlos

Aus der Serie: Zeittunnel

»Lightpainters«, Montessorischule am Sonnenberg, KGS Dörenhagen

Borchen-Dörenhagen, Ø 9 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2016
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe A (bis 10 Jahre)

Schulgruppen-Preis 500 €

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Jurybegründung

Kleidung, die nicht jeder sehen kann? Nein, die Rede ist nicht von des Kaisers neuen Kleidern, sondern von den faszinierenden Lichtgewändern, die die „Lightpainters“ von der Montessorischule Dörenhagen in ihrer Serie erschaffen. Dabei lassen sie ihrer Fantasie vollkommen freien Lauf: Sie kleiden sich mit bunten Gewändern und Hut, durchqueren Zeittunnel, scheinen sich in Feuer speiende Drachen zu verwandeln – alles mithilfe des Lichts. Die jungen Lichtmaler experimentieren mit Langzeitbelichtungen und verschiedenen Lichtquellen, erzeugen tolle Farbeffekte und machen so Nicht-Sichtbares sichtbar. Eine Gruppenarbeit voller Dynamik, der man die Lust am Ausprobieren einfach ansieht!

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Interview

Teilnehmer:

Wie seid ihr auf die Idee zu eurer Serie gekommen?
- Nachdem wir verstanden hatten, wie Lichtmalerei funktioniert, wollten wir möglichst viel aus-probieren, viele unterschiedliche Techniken anwenden, etwas Spannendes oder Witziges „licht-malen“, Stars Wars-Ideen umsetzen und mit anderen zusammen in der Gruppe kreativ sein.

Was war euch wichtig, worum ging es euch dabei?
- Das Fotografieren sollte Spaß machen, die Fotos sollten gut aussehen und ungewöhnlich sein, d.h. etwas darstellen, was man sonst nicht sieht und wo der Betrachter staunt. Wichtig war uns auch, ganze Geschichten zu erzählen. Das geht nur, wenn alle gut zusammenarbeiten.

Wie sind die Bilder entstanden? Welche Technik(en) habt ihr benutzt?
- Die Bilder sind durch unsere Kreativität und viele verschiedene Lichtquellen entstanden. Wir konnten unserer Fantasie freien Lauf lassen und alles ausprobieren. Wir haben Fotoapparate benutzt und meistens in Dunkelheit fotografiert. Beim Fotoapparat haben wir eine lange Belichtungszeit (15-60 Sec.) gewählt. Manchmal haben wir den Fotoapparat bewegt, aber meistens die Objekte und die Lichtquellen. Wir haben verschiedene Lichtquellen benutzt, also Lichterketten, Taschenlampen, Laserpointer, Wunderkerzen, Laserschwerter, bunte Lichtstäbe, Discokugeln und ein Stroboskop. Die Bilder haben wir nicht gearbeitet.

Welcher Teil der Arbeit hat am meisten Spaß gemacht?
- Am meisten Spaß hat uns gemacht, dass wir unsere eigenen Ideen verwirklichen konnten, dass wir so lange üben konnten, bis wir zufrieden waren. Es war total spannend zu sehen, wie die Fotos geworden waren. Spaß hat auch gemacht, dass wir beim Malen sehr konzentriert arbeiten und uns immer bewegen mussten, damit wir nicht auf das Bild kamen. Super waren auch die Keks- und Quatschpausen.

Mit welchem Hilfsmittel konnte man die tollsten Effekte zaubern?
- Wir haben tolle Effekte erzielt, wenn wir bei Langzeitbelichtung die Kamera bewegt haben, oder wenn wir uns bewegt haben, dann hatte z.B. Tigran beim Schaukeln drei Köpfe.
Bei der Lichtmalerei waren es vor allem die Lichtstäbe und die Lichterketten. Dabei machte es einen Riesenunterschied, ob wir die Lichterketten geknäult und bewegt haben, oder ob wir sie beim Belichten herumgeschleudert haben. Wir konnten vom Blitz bis zum Wirbelsturm alles darstellen.

Warum habt ihr genau diese Bilder ausgesucht? Was fasziniert euch an ihnen?
- Wir haben ganz demokratisch abgestimmt. Diese Bilder sind einzigartig, bringen zum Staunen, sind lustig und zeigen verschiedene technische Möglichkeiten. Uns hat fasziniert, dass wir so toll Blitze malen konnten. Unser bestes Bild ist der Drachen, der Feuer spuckt und der mit einem Wirbelsturm landet. Er selbst ist raffiniert beleuchtet und wir haben an dem Foto mit fünf Kindern gleichzeitig gearbeitet.

Wo und wem zeigt ihr die Ergebnisse eurer Gruppenarbeiten?
- Von unseren Arbeiten gibt es einen Katalog, den wir zuhause haben und auch schon verschenkten.
In diesem Jahr war ein großes Dorffest, bei dem wir die Arbeiten im Bürgerhaus ausgestellt haben und im Borchener Rathaus wurde die Ausstellung mit dem Bürgermeister und einer Vernissage eröffnet.
Herr Brenner veröffentlicht die Fotos auf seiner Homepage unter www.wolfgang-brenner.de
und auch auf der Schulhomepage www.montessorischule-doerenhagen.de sind sie zu sehen.

Wolfgang Brenner (Leitung):

Wie kam die Idee zur eingesandten Arbeit zustande?
- Seit jeher fasziniert mich die Bewegung und Unschärfe in der Fotografie. Heutzutage müssen immer mehr Pixel, immer mehr Schärfe in das Foto. Was ich vermitteln möchte, ist unter anderem, dass auch ein „verwackeltes" Foto schön sein kann, dass eine Idee mehr zählt als ein langweiliges scharfes Foto.

Wie ist die Serie entstanden? Welche Technik(en) wurde benutzt?
- Alle Aufnahmen wurden mittels Langzeitbelichtung erstellt. Die einzige Bildbearbeitung, die von mir erfolgte, war eine kleine Tonwertkorrektur. Ansonsten sind die Fotos ohne weitere Bearbeitung!

Wie ist das Schulprojekt abgelaufen?
- Das Projekt hatte einen Umfang von 80 Stunden, regelmäßig auf das Schuljahr verteilt. Nach der Einführung in die Kameratechnik und in die Lichtmalerei haben wir uns gemeinsam Gedanken gemacht, welche Dinge wir realisieren wollen. Hierzu habe ich hin und wieder kleine Beispiele gezeigt, die aber nicht kopiert werden durften. Ganz wichtig war das Ausprobieren und Experimentieren in der Kleingruppe. So konnte es auch vorkommen, das nur 3-4 Fotos in der Gruppe zustande kamen, da die Kinder mit sich selbst noch nicht zufrieden waren und die nächste Woche am gleichen Thema weiterprobieren wollten.

Seit wann existiert die Fotogruppe? Seit wann werden Fotoprojekte durchgeführt?
- Seit 8 Jahren arbeite ich mit der Montessorischule in Dörenhagen zusammen. Immer über ein gesamtes Schuljahr, 80 Stunden. Es gab bislang 6 reine Foto-/Filmprojekte. Jedoch spielte auch in den anderen Projekten die Fotografie als dokumentarisches Element eine große Rolle.

Welche fachliche Bedeutung hat die Fotografie für Sie?
- Ich bin mit der analogen Fotografie aufgewachsen, hatte selbst ein Fotolabor zuhause. Seit jeher nutze ich auch die Fotografie für Experimente und in meiner künstlerischen Arbeit, häufig als Collageelement.

Wie wurden Sie auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam?
- Das Kulturamt der Stadt Paderborn gab mir diesen Hinweis.

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2 Kommentare



Tolle Technik - tolles Bild. Durch die verlängerte Belichtungszeit kann man bei dieser Arbeit tatsächlich durch einen Zeittunnel sehen ...
> R. Schröder, 11.9.16

Einfach genial!!!!
> Doro Sander, 5.9.16

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Preisträgerfotos + 2016 + Alter: bis 10 Jahre

 

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