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Ein Bild von mir – Sonne und Schatten

Helena Fischer

Breitbrunn am Ammersee, 7 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2016
Allgemeiner Wettbewerb | Altersgruppe A (bis 10 Jahre)

1. Preis 500 €

 
 

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Jurybegründung

Ob Vogel, Ente oder Schnecke – mit einem bisschen Geschick lässt sich schnell eine Schattenfigur an die Wand zaubern. Ein größeres Kunststück gelingt Helena Fischer bei ihrem originellen Schattenspiel. Geschickt nutzt sie die Sonne im Rücken, um ein Selbstporträt von sich und ihrer Mutter einzufangen. Dabei durchbricht ihr Hund das Bild auf dem grauen Asphalt.
Helena Fischer beweist mit ihrem gelungenen Einzelbild einen klasse Blick für kuriose Momente. Herausragend ist ihr doppeltes Spiel mit der Farbigkeit und Perspektive, das durch den echten Hundekörper im Schattenbild entsteht. Ein wahrer Hingucker und eine schöne fotografische Leistung!

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Interview

Wie bist du auf die Idee zu deinem Bild gekommen?
- Mein Name ist "Helena", das kommt aus dem Griechischen von der "Sonne". Im Rahmen eines Jugendfotowettbewerbs der Stadt Starnberg mit dem Thema "Ein Bild von mir" habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mich in der und mit der Sonne "in Szene setzen" könnte.

Was war dir wichtig, worum ging es dir dabei? Wie ist das Bild entstanden?
- Ich liebe die Sonne und den Sommer und meinen Hund Emma und mit Mama zusammen spazieren zu gehen. Also habe ich mir Mamas Kamera geschnappt und sie auf einen Ausflug mitgenommen. Wir sind gerade vor der Haustür auf die Straße hinaus getreten und die Sonne brannte vom Himmel. Mama sagte, wir drei würden lustige Schatten machen und ich packte gleich mal die Kamera aus, um uns als Schatten zu fotografieren. Eigentlich wollte ich nur unsere drei Schatten auf dem Foto haben, aber Emma ist immer ins Bild gesprungen. Schließlich hab ich sie als Farbkontrast mit aufgenommen.

Machst du häufiger Schattenbilder?
- Mir fallen seitdem Schatten-, aber auch Wolkenbilder viel mehr auf und ich stelle mir dann immer in meiner Fantasie vor, was sie darstellen könnten. Irgendwann fotografiere ich sie mal, hab ich mir überlegt, und stelle eine Sammlung der schönsten her.

Kannst du auch mit deinen Händen Schattenfiguren formen? Welche?
- Ja, das kann ich. Zum Beispiel eine Eule und einen Fuchskopf!

Warum hast du genau dieses Bild ausgesucht? Was fasziniert dich an ihm?
- Das Motiv ist ein bisschen geheimnisvoll, die dunklen Schatten, die Sonne, die die Straße erhellt und mein Hund als "Farbfleck". Ich habe davor nur mit meiner Kinderkamera fotografiert und mich gewundert, wie gut ich das mit der richtigen Kamera konnte und wie schön das Ergebnis aussah, sodass wir das Bild eingeschickt haben, erst damals zum Starnberger Fotowettbewerb und nun noch einmal zum Deutschen Jugendfotowettbewerb.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
- Als ich noch kleiner war, hab ich immer gesehen, wie meine Eltern, vor allem meine Mama, Fotos gemacht haben, und es hat mich fasziniert, wenn dabei so tolle Bilder herausgekommen sind. Ich habe mit drei oder vier meine erste (Kinder-)Kamera bekommen und dann habe ich damit meine ersten Bilder gemacht. Damit sind die Bilder nicht soooo gut geworden, aber ich habe ganz viel damit fotografiert und sie überall mit hingenommen und es hat mir großen Spaß gemacht, alles Mögliche zu fotografieren. Dauernd sind mir neue Sachen aufgefallen, von denen ich dann Bilder machen wollte.

Was fotografierst du am meisten? Welche Motive, bei welchen Gelegenheiten?
- Ich fotografiere sehr oft Pflanzen und Menschen und meine Kuscheltiere und alles Mögliche aus der Natur, weil die so viel kann, die kann so viele Blüten und schöne Dinge hervorbringen.

Hast du Vorbilder in der Fotografie?
- Ich finde, dass meine Mama sehr gut fotografieren kann, und Sie ist mein Vorbild.

Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
- Fotografieren hat was Künstlerisches und es ist eine Möglichkeit für mich, was Künstlerisches zu machen. Ich male und zeichne auch sehr viel und ziemlich gern und gut.

Wo und wem zeigst du deine Bilder? Stellst du deine Fotos aus?
- Mein Schattenbild haben wir in meinem Zimmer aufgehängt, ansonsten zeige ich meine Bilder nur meiner Familie.

Wo findet man deine Bilder im Internet?
- Gar nicht :-) Ich bin ja noch nicht so groß, deswegen habe ich noch keine Bilder im Internet!

Wie wurdest du auf den Deutschen Jugendfotopreis aufmerksam?
- Beim Starnberger Fotowettbewerb hat die Jury mir den Flyer gegeben und gesagt, dass ich mein Bild unbedingt einschicken soll. Ich bin damit im letzten Herbst als jüngste Teilnehmerin ERSTE geworden. Das hat mich total gefreut.

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1 Kommentar



Gefällt mir sehr gut ... besonders dass du und deinem mama nur als schatten und dein hund als objekt dargestellt wird ... sehr kreativ ..
> Nicole Macho, 22.9.16

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Preisträgerfotos + 2016 + Alter: bis 10 Jahre

 

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