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Mir gefallen die Krankenwagen und Busse, die immer vorbeifahren und ich möchte eine Etage höher wohnen.

Aus der Serie: Fotoprojekt Wohnen in der Stadt – Wie wohne ich?

Fotogruppe der Kindertagesstätte Lichtwarkhaus, Wabe e.V., Hamburg

Hamburg, 5 Jahre

Deutscher Jugendfotopreis 2006
Schulgruppenpreis

Gruppenpreis 500 €
Photoindustrie-Verband e.V.

 
 

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Jurybegründung

Wo ist für uns »Zuhause«? Dieser Frage sind acht Kinder der Hamburger Kindertagesstätte Lichtwarkhaus bei ihrem Projekt »Wohnen in der Stadt – Wie wohne ich?« mit der Kamera auf der Spur. Sie dokumentieren, wie sie ihr unmittelbares Lebensumfeld wahrnehmen. Telefonzellen, Bushaltestellen, Haustüren zählen zu den Orientierungspunkten »ihrer Stadt«. Hauswände und verschlossene Türen aus ihrer Augenhöhe fotografiert zeigen dem erwachsenen Betrachter Perspektiven auf Barrieren auf, denen dieser »entwachsen« ist.
Besonders beeindruckt hat die Jury die Genauigkeit der Wahrnehmung und die Klarheit des Ausdrucks. Deutlich wird dies auch in den Bildkommentaren, wie z.B. »Ich schaff die Tür alleine auf, aber ich hab' keinen Schlüssel.«
Die Ergebnisse, die auch in einer Projektmappe gebündelt sind, machen deutlich, dass bereits Vorschulkinder die besten Experten für ihre Alltagswelt sind und dass sie ihre Sichtweisen überzeugend zu dokumentieren wissen, wenn ihnen die Möglichkeiten dazu gegeben werden. Das Projekt ist somit ein herausragendes Beispiel, wie unter kompetenter Anleitung auch kleine Kinder die Fotografie zur Darstellung ihres Alltags nutzen können.

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Interview

Die Fragen wurden beantwortet von: Marie-Sophie, mittlerweile in der Vorschule; Christof Jonczyk, Leiter der WABE-Kita Lichtwarkhaus und Peter Nagel-Langenkamp, Leiter des mobilen Medienprojekts bei WABE e.V.

- Seit wann fotografierst Du?
-- Marie-Sophie: Schon ganz lange...

- Wie bist Du dazu gekommen?
-- Marie-Sophie: Weiß ich nicht mehr so genau.

- Wie entstand die Idee zu den Fotos, die jetzt beim Deutschen Jugendfotopreis prämiert wurden?
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: Die Foto-Aktion war Teil eines Stadterkundungsprojekts der Kindertagesstätte, erst die sehr schrägen, authentischen, gleichwohl sehr gelungenen Fotoergebnisse der beteiligten Kinder brachten uns auf die Idee, beim Deutschen Jugendfotopreis mit zu machen.

- Wie hast Du das Foto gemacht?
-- Marie-Sophie: Das Foto habe ich vor meinem Haus gemacht, vor meiner Tür und meinem Fenster.

- Wie kamen die Bildtitel zustande?
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: Da die beteiligten Kinder meist noch nicht des Schreibens kundig sind, verschriftlichen wir deren Kommentare. Um die Authentizität zu wahren, lassen wir hierzu einen kleinen Voice-Recorder laufen.

- Welche Technik wurde für die Bilder benutzt?
-- Marie-Sophie: Eine Fotokamera.
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: Olympus C2000, mittlerweile wurde mit dem Preisgeld eine neue Olympus Mju 725 angeschafft und natürlich schon eingesetzt.

- Wo bzw. Wem werden die Bilder gezeigt, wie werden sie präsentiert?
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: Zunächst werden die Bilder natürlich den anderen Kindern der Kindertagesstätte vorgeführt. Zusätzlich bauen wir - aufgrund der hervorragenden Ergebnisse - gerade einen eigenen Ausstellungsbereich auf, der sich an Bücherhallen, Stadtteilkulturzentren, Arztpraxen u.ä. wendet, die, die dann großformatig abgezogenen Bilder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.

- Gibt es eine eigene Homepage?
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: www.wabe-hamburg.net

- Hast Du Vorbilder in der Fotografie?
-- Marie-Sophie: Mein Papa

- Was ist für Dich das Fotografieren? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für Dich?
-- Marie-Sophie: Ich fotografiere alle Sachen die ich toll finde, meine Freunde, meine
Spielsachen...

- Malst Du, schreibst Du auch, machst Du Musik oder Videos?
-- Marie-Sophie: Ich tanze zu Musik und ich male viel.

- Wie wird die Fotografien im Umfeld der Kinder gesehen? Was sagen
Freundinnen / Freunde, Lehrer, Verwandten, Eltern zur Fotografie?
-- Jonczyk und Nagel-Langenkamp: Also, die Eltern sind jedes mal begeistert, wenn Sie sehen, dass die immense Kreativität der Kids sich auch im Umgang mit digitalen Medien widerspiegelt.

- Besteht auch Kontakt zu anderen (jungen) Fotografen?
-- Über unsere einrichtungsübergreifende "Paparazzi-Kinderzeitung" stellen wir zumindest visuell einen Kontakt zwischen unseren ganz jungen FotografInnen her.

- Ist das Fotografieren ein Hobby oder könntest Du Dir vorstellen, mit Fotografie später beruflich zu arbeiten?
-- Marie-Sophie: Ja, aber das will ich gar nicht machen, ich will bei TNT arbeiten.

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Preisträgerfotos + 2006 + Alter: bis 10 Jahre

 

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