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Beide Workshops wurden in Kooperation mit dem JFC Medienzentrum Köln veranstaltet. Wer die photokina verpasst hat, kann hier nochmals nachlesen, wie's geht:
Bewegungsabläufe in Fotografien sichtbar werden lassen - Auf den Spuren des Fotopioniers Eadweard Muybridge...
Bei den Young Imaging Days konnten die Besucher auf einem drei Meter großen Trampolin halsbrecherische Sprünge ausprobieren und anschließend auf dem entstandenen Foto die einzelnen Phasen ihres Sprungs anschauen.
Zugegebenermaßen sind wir nicht die ersten, die auf diese Idee gekommen sind...
Schon in der Frühzeit der Fotografie wurde versucht mittels Fotokamera der Bewegung auf die Spur zu kommen. Allerdings mussten damals für Bewegungsstudien komplizierte Aufbauten mit mehreren, zeitverzögert ausgelösten Kameras gebaut werden. Eadweard Muybridge hatte 1878 als Erster diese Idee: Um die Schrittfolge eines galoppierenden Pferdes in Einzelbildern festzuhalten installierte er zwölf Fotoapparate entlang einer Pferderennstrecke. Damit die Kameras auch im richtigen Moment den Verschluss öffneten spannte er quer über die Versuchsstrecke dünne Drähte die das Pferd im Lauf zerriss und somit die Kameras nacheinander auslöste.
So kompliziert ist das inzwischen nicht mehr. Mit der passenden Ausrüstung könnt ihr auch ohne zwölfteiliges Kamera Arsenal und Schnürchen-Konstruktion Bewegungsabläufe fotografisch "zerlegen".
Im Gegensatz zum "alten Eadweard" erhaltet ihr keine einzelnen Bilder - mit unserer Methode sind die einzelnen Phasen "gleichzeitig" auf einem Bild zu sehen.
Ihr benötigt hierfür einen zur Kamera passenden Blitz mit Stroboskop-Funktion und ein Stativ. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen sollte euer Aufnahmeraum möglichst finster sein - also Licht ausschalten, und auch der Hintergrund vor dem sich euer "hopsendes Objekt" bewegt sollte nach Möglichkeit dunkel und möglichst weit entfernt sein. Und noch ein Tipp, je stärker sich euer Bildgegenstand farblich vom Hintergrund abgrenzt umso deutlicher wird das Ergebnis.

Als erstes solltet ihr festlegen wie lange die Bewegung die ihr aufnehmen wollt andauert - und ihr müsst entscheiden in wie viele Phasen ihr diesen Bewegungsablauf unterteilen wollt. Als Beispiel: 2 Sekunde Bewegung unterteilt in 10 Phasen. Nun könnt ihr die Blitzfrequenz errechnen (Anzahl der Phasen geteilt durch die Dauer der Bewegung). Im Beispiel: 10 geteilt durch 2 ergibt eine Blitzfrequenz von 5. Seht am besten in der Bedienungsanleitung eures Blitzes nach, wie ihr die Einstellungen an eurem Gerät genau vornehmen müsst und was dabei zu beachten ist.
Außerdem solltet ihr natürlich die richtige Belichtungszeit ermitteln und an der Kamera einstellen: Dabei messt ihr logischerweise an eurem Bildgegenstand (und nicht am Hintergrund!)
Vermutlich werdet ihr erst ein wenig herumprobieren um die passende Anzahl der Blitze bzw. die Blitzfrequenz zu ermitteln und auch den richtigen Auslösemoment zu erwischen will geübt sein. Mit einer Digitalkamera geht das schneller und einfacher aber auch mit analogen Kameras funktioniert es (schreibt euch dann am besten die verschieden Varianten auf, damit ihr nach der Entwicklung des Films die Ergebnisse auch nachvollziehen könnt).
Viel Spaß beim Experimentieren!

Kein Problem - versuch's doch erst mal mit einem FotoComic:

Als erstes brauchst du natürlich ein Foto. Also wirf dich in deine Strumpfhose und mach Heldenfotos von dir - oder suche ein anderes würdiges Motiv. Je nachdem kommt am Schluss eben ein Superman-Comic oder ein Roy Lichtenstein Plagiat dabei heraus... : )
Und so geht's:
Die Fotografie muss in digitaler Form vorliegen, denn im nächsten Schritt wird das Bild mit Hilfe von Transparentpapier vom Bildschirm abgezeichnet. (Achtung! Flatscreens und Laptop Bildschirme eigenen sich hierfür nicht. Es muss ein Bildschirm mit Glasoberfläche sein!) Du öffnest also das Bild in einem Bildbetrachtungsprogramm und befestigt mit Klebestreifen "Butterbrotpapier" auf dem Bildschirm. Dann kannst du mit einem dunklen Stift ganz einfach die Umrisslinien nachzeichnen.
Wenn du damit fertig bist, nimmst du das Transparentpapier vom Bildschirm ab und scannst die entstandene Zeichnung ein. Anschließend bearbeitest du das Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm: Je nachdem wie sauber beim Abzeichen gearbeitet wurde, müssen die Umrisslinien vielleicht nochmals nachgezeichnet werden. Es ist wichtig, dass durch die Umrisslinien geschlossenen Flächen entstehen, denn nur dann kannst du im nächsten Schritt ganz simpel mit dem "Farbeimer-Werkzeug" die einzelnen Bildelemente mit der gewünschten Farbe füllen.
Und schwups, schon ist dein FotoComic-Bild fertig und du kannst es ausdrucken oder als E-Mail verschicken. Zum Beispiel an den nächsten Comicverlag oder deine Lois Lane...
