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Preisverleihung 2006

Teil 4

Einen besonderen Bereich bildete in diesem Jahr der neu geschaffene Imaging-Wettbewerb, bei dem es um digital bearbeitete Bilder geht. Stefanie Scherbel beherrscht die Technik und weiß auch genau, warum sie sich für die Dokumentarfotografie eher nicht begeistert. „Auf der Straße Leute anzusprechen, wäre für mich eher nichts. Ich mag es viel lieber, im Studio Bilder zu komponieren und am Rechner zu bearbeiten.“ Die Bilder der 25-jährigen Kommunikationsdesign-Studentin aus Würzburg zeigen Szenen aus Modellwelten, in denen kleine Modellfiguren leben. Das Besondere: Die Fotografin montierte Fotos von Menschen täuschend echt in die Bilder, so dass zum Beispiel eine Jägerfigur und ein „echter“ Jäger gemeinsam auf die Pirsch gehen. So etwas macht man nicht mal so eben zu Hause, berichtet Stefanie. „Ich habe Kontakt zu einem Modelleisenbahnverein aufgenommen, um dort mit der 9 x 12-Fachkamera die Bilder machen zu können.“

Künstlerisch, fast schon malerisch, ging Evelyn Rickert an den Imaging-Wettbewerb heran. Aus Bildern von sich selbst, von Haarsträhnen, Blumen oder einem Feuerwerk montierte sie höchst ästhetische Bilder, die über ihre Einzelteile weit hinausgehen. „Ich will damit zeigen, wie ich die Dinge sehe, will viel Fantasie mit hineinbringen“, erzählt die 24-Jährige, die in Dortmund Foto-Design studiert. Evelyn gehört auf jeden Fall zu einer neuen Generation von Fotografinnen und Fotografen – nicht nur altersmäßig. „Ich habe noch nie mit Film fotografiert“, sagt sie. Ihre Mitgewinnerinnen und -gewinner stehen dazu höchst unterschiedlich, konnte man den Eindruck gewinnen. Bei der Frage nach „digital“ oder „analog“ taten sich einige als starke Befürworter der „alten“ Technik hervor.

Die Preise für den Imaging-Wettbewerb überreicht Klaus Schäfer, der seine Erwartungen voll erfüllt sieht. „Wir haben gehofft, dass Technik und Fantasie so gut zusammenkommen“, sagt der Abteilungsleiter im NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. „Die Beherrschung der Technik ist zwar wichtig, aber genauso entscheidend ist, was ich mir bei einem Bild vorstelle, welche Farben ich sehe oder was für Personen ich zeigen möchte.“ Ein guter Effekt des Wettbewerbs ist auch die mediale Erziehung der Kinder und Jugendlichen. „Wer sich selbst mit Bildbearbeitung auskennt, sieht auch schneller, wenn irgendwo in den Medien etwas manipuliert wird.“ Deswegen bekräftigt Schäfer auch noch einmal das Engagement des Ministeriums, das den Deutschen Jugendfotopreis seit vielen Jahren fördert. „Diese wichtige Arbeit wird sogar noch immer wichtiger.“ Organisator Jan Schmolling, der ebenfalls begeistert von der Verleihung und der Ausstellung war, wird das gerne gehört haben. Auch er verspricht gleich zwei Dinge: „Wir hoffen nun, dass der Katalog schnell kommt. Und wir versuchen, vielleicht den zweijährlichen Rhythmus des Deutschen Jugendfotopreises mit einer Veranstaltung in den jeweiligen Zwischenjahren zu beschleunigen.“

 

Von Marc-Stefan Andres

 

preisverleihung       preisverleihung

DJF Wanderausstellung "Familienbilder"                    Glücklicher Gewinner

 

 

 

 

 

 

preisverleihung

Michael Imhof und Klaus Schäfer vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration

 

 

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Ausstellungsbesucher

 

 

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Michael Imhof mit Jan Schmolling, Leiter des Jugendfotopreises und Yves Eigenrauch, Jurymitglied

 

 

 

 

 

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