Nur die allerbesten! Der DJF war für mich eine große Motivationshilfe. Ganz wunderschön war ein mehrtägiger Workshop mit anderen Preisträgern in Berlin.
Das lässt sich relativ leicht erklären: Bis ich dreizehn war, habe ich sehr intensiv gemalt. Das Herstellen der Zeichnungen und Malereien dauerte länger und länger, und ich habe einen Weg gesucht, schneller zu Bildern zu kommen...


DJF-Preisträgerbilder 1978
Zunächst wollte ich Bildjournalist werden. Während meiner Ausbildungszeit in Kassel wurde jedoch die Neugier bezüglich anderer künstlerischer Ausdrucksformen geweckt, so dass ich nach dem Studium zunächst zweigleisig arbeitete und mich dann ganz auf künstlerische Projekte konzentrierte.
Authentizität.
Damit beschäftige ich mich seit über zwanzig Jahren. Ich arbeite mit beiden Medien, und vor allem interessiert es mich, Texte wie Bilder zu nutzen.
Nach meiner Einschätzung nach behindert diese Diskussion die kulturelle Produktion enorm. Die Einschätzung, dass das Ziel jeder künstlerischen Produktion das Museum sein sollte, halte ich für antiquiert.
Ich selbst habe mich nie als Konzeptkünstler bezeichnet, ich vertraue mehr der Intuition als dem Kopf.
Ich versuche den Studenten einen Zugang zu ihrem spezifischen künstlerischen Potential zu vermitteln, das hat mit allen anderen Körperorganen genau so viel wie mit dem Auge zu tun.
Klassischerweise rät man da ja jedem ab, wenn Talent, Wille und Durchsetzungskraft groß genug sind, finden sich die Wege meist allein.

DJF-Preisträgerbilder 1979
1959 geboren in Stuttgart
1977 Abitur in Frankfurt
1977 bis 1983 Studium "Visuelle Kommunikation" an der Gesamthochschule
Kassel
seit 1981 freie künstlerische Produktionen. Zahlreiche Projekte in
Galerien,
Museen und im öffentlichen Raum.
1983 bis 1998 Fotografische Arbeiten für Magazine wie 'Art', 'Geo',
'Stern', 'Frankfurter Allgemeine Magazin'
seit 1997 Professur an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach am
Main
Heiner Blum lebt in Offenbach am Main.