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kidz@artwork der Europaschule Kerpen, 17
Kerpen

Serie »untitled sensuality«
Schulprojektpreis 500 €



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Jurybegründung

Christo inspiriert! Die Fotogruppe kidz@artwork aus Kerpen hat sich eine Verhüllungsaktion ausgedacht, bei der kein statisches Objekt verhüllt wird – die Schüler selbst werden zum Gegenstand des Versteckspiels. Eingehüllt in schwarze Laken streifen sie durch eine Gartenanlage. Mal in Bewegung und in einem performativ künstlerischen Akt. Mal im Stillstand und einer Statue gleich. Kunst im öffentlichen Raum. Der Schülergruppe kidz@artwork gelingt eine formal schlüssige Schwarzweiß-Serie, in der Spannung herrscht. Weder weiß der Betrachter, was als erstes passiert ist, noch lässt sich einordnen, was als nächstes passieren könnte. Die Gruppe führt uns in eine andere Welt, die nicht zuletzt wegen der Verhüllungen Neugier weckt, zahlreiche Assoziationen hervorruft und doch stets spannend und rätselhaft bleibt. Eine interessante Mischung voller Originalität.

Interview

-Wie seid ihr auf die Idee zu eurer Serie gekommen und um was geht es euch dabei?
--Die Idee kam im Zuge eines Schulprojektes bei unserer Kunstlehrerin Frau Loffredo, in dem es im Groben um das Thema „Verhüllung“ und „amorphe Formen“ ging. Sie zeigte uns damals ein Video von Spencer Tunick und wie er mit nackten Körpern in der Öffentlichkeit amorphe Gebilde als Foto entstehen lässt. Da man das ja in der Schule nicht nackt machen darf, wurde uns als Bedingung die Verhüllung bei dem performativen Einsatz unserer Körper gestellt. Simple Betttücher reichen dafür aus. Unser Hauptziel war es eine gute Note zu erreichen :) Natürlich hat es uns auch ein bisschen Spaß gemacht.

-Wie sind die Bilder entstanden? Welche Technik habt ihr benutzt?
--Die Kamera war nicht von allzu hoher Qualität (Discounterware). Aber eben diese widrigen Bedin-gungen haben wir positiv zu nutzen gewusst und rückblickend auch als Erfolg bewertet.

-Warum habt ihr euch dafür entschieden, genau diese Bilder einzusenden? Was fasziniert euch an ihnen?
--Faszinierend sind neben den außergewöhnlichen Formen das Spiel mit den Kontrasten und die sehr zentralen, in einem Bildpunkt irgendwo im Hintergrund verlaufenden Linien. Diese bringen Ruhe ins Bild, schließen es an den Seiten ab und bilden somit etwas Geschlossenes.
Im Bildzentrum befindet sich ein für den Betrachter etwas ungewöhnliches, nicht leicht einzuordnendes Objekt. Teilweise scheint das Objekt etwas „Festes“, Starres zu sein, manchmal scheint es sich aber auch in „Bewegung“ zu versetzen, was auch durch die Aufnahme mit der Schaukel und den ver-zerrten „Geschwindigkeitslinien“ verdeutlicht wird. Bei dieser Aufnahme wird der humanoide Eindruck etwas deutlicher, und dem Betrachter wird klar, dass bei allen Aufnahmen ein und dieselbe Person unter den Tüchern stand, wir es aber trotzdem schafften, die so unterschiedlichen Eindrücke zu schaffen.

-Seit wann fotografiert ihr? Und wie seid ihr zur Fotografie gekommen?
--Wir fotografierten zumeist im Team und im Rahmen unserer schulischen Arbeit im Kunstunterricht. Wir gehören zum ersten Leistungskurs im Fach Kunst, der seit Jahren wieder neu an der Schule von unserer Lehrerin ins Leben gerufen wurde.

-Wo und wem zeigt ihr eure Bilder? Habt ihr eine Online-Galerie?
--Hätten wir gerne! Ansonsten in der Schule :) und auf der Website unserer Lehrerin.

-Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für euch?
--Die Fotografie ist nach der Malerei, neben der Musik eine völlig in sich geschlossene und unabhängige Kunstform und dient somit gleichwertig als Ausdrucksmittel.
Auch wenn viele denken, dass gute Bilder nur mit einer teuren Kamera möglich sind, sieht man, dass durch künstlerische Kreativität und Experimentierfreude ein maximales Ergebnis erzielt werden kann, das dennoch allen Ansprüchen gerecht wird.