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Cedric Vilim, 23
Berlin

Serie »Festhalten – Im Osten nichts Neues«
Prämie 150 €



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Interview

-Wie bist du auf die Idee zu deiner Serie gekommen und um was geht es dir dabei?
--In meiner Serie „FESTHALTEN – Im Osten nichts Neues“ habe ich mich auf die Reise an die deutsche Ostseeküste begeben. Der Titel der Serie ist dabei aus zwei Perspektiven zu betrachten: Zum einen im Sinne des fotografischen Festhaltens einer Momentaufnahme. Zum anderen im Sinne des Festhaltens an Traditionen, an Gewohntem. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen die architektonischen Charakteristika eines ehemals zentralistisch regierten Landes. Die Aufnahmen zeigen ein Nicht-Loslassen-Wollen, den Versuch, sich an das zu klammern, was noch von der DDR übrig ist.

-Wie sind die Bilder entstanden? Welche Technik hast du benutzt?
--Das Erarbeiten einer Serie erfolgt bei mir oft in zwei Schritten. In einer ersten Phase sammle ich unterbewusst erste EindrĂĽcke und Beobachtungen. Das Fotografieren selbst erfolgt dann in einem zweiten Schritt. Hierbei versuche ich, die zuvor definierte Idee als Antrieb zu nutzen, um in einer Art fotografischer Entdeckungsreise genau die Motive zu finden, die meiner Vorstellung entsprechen.
Aufgenommen wurden die Bilder mit einer zweiäugigen Mittelformatkamera. Deren 6x6-Farbnegative habe ich anschließend eingescannt und einer leichten Farbkorrektur unterzogen.

-Warum hast du dich dafĂĽr entschieden, genau diese Serie einzusenden? Was fasziniert dich an ihr?
--Die Serie entstand im September 2009 – einer Zeit, in der die Medien fast tagtäglich vom damals kurz bevorstehenden 20. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung der DDR und BRD berichteten. Meine Arbeit zeigt die Diskrepanz der in den Medien umjubelten Wiedervereinigung und der fortwährenden Trennung in der Realität. Somit ist und bleibt die Bildserie vorerst aktuell und zeitpolitisch.

-Seit wann fotografierst du? Und wie bist du zur Fotografie gekommen?
--Wirklich ernsthaft befasse ich mich mit der Fotografie erst seit dem Beginn meines Studiums in Kommunikationsdesign, nunmehr seit 2007. Aus einigen anfänglichen Experimenten entstand schnell eine immer stärker werdende Leidenschaft für das Fotografieren und das Denken in Bildern.

-Wo und wem zeigst du deine Bilder?
--In erster Linie bespreche ich meine Bilder im Rahmen der in meinem Studium angebotenen Fotografiekurse mit Professoren oder Kommilitonen. Aber auch Freunde und Familie bekommen meine Fotografien ab und an zu sehen. Ich arbeite derzeit noch an meiner Website, die unter www.cedricvilim.com zu erreichen ist.

-Welche persönliche Bedeutung hat die Fotografie für dich?
--Die Fotografie ist eines der wenigen Dinge, bei denen ich komplett abschalten und alles andere vergessen kann. Ich liebe es, allein durch eine fremde Stadt zu ziehen, einen interessanten Ort zu erforschen – nur ich und die Kamera. Die Fotografie bietet mir Zuflucht in eine Traumwelt, in der ich alles so gestalten kann, wie es mir beliebt – losgelöst von Aufträgen und ohne den Zwang, damit Geld verdienen zu wollen. Die Option des Berufsfotografen käme für mich deshalb nicht in Frage. Vielmehr möchte ich mir die Fotografie als Mittel der künstlerischen Selbstverwirklichung bewahren. Aktuell arbeite ich an einem Magazin, das jungen Fotografen eine Plattform bietet, ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren (www.hungryeyes.org).