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Julian Freisler, 8
München

Serie
1. Preis 500 €



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Jurybegründung

Das ist mal ungewöhnlich: Schon mit drei Jahren beginnt Julian Freisler seine Schwester Sonja zu fotografieren. Das macht er die folgenden Jahre immer wieder – eine Art fotografisches Langzeitprojekt. Auf Julians Bildern lernen wir verschiedene Seiten seiner Schwester kennen: Sonja beim musizieren mit Geige und Klavier, als selbstbewusste Ballerina – und auch mal verärgert, in der Küche sitzend.
Julians emotionale Nähe zu seiner Schwester kann man in den Bildern sehr gut erkennen. Das sind toll fotografierte Schnappschüsse mitten aus dem Alltag einer Familie, die uns wunderbar zeigen, wie sich Sonja vom Kleinkind zu einer Persönlichkeit mit eigenen Interessen und künstlerischen Fähigkeiten entwickelt. Die Fotoserie macht neugierig: Man freut sich auf die nächsten Jahre und möchte gerne wissen, wie es weitergeht …
Mit einem feinen Gespür für den richtigen Augenblick und gekonntem Bildaufbau hat sich Julian Freisler den ersten Preis verdient, so das einstimmige Urteil der Jury.

Interview

- Seit wann fotografierst Du?
-- Seit fünf Jahren.

- Wie bist Du dazu gekommen?
-- Als ich fast drei Jahre alt war, hat mir das Christkind einen Fotoapparat gebracht.

- Was hat Dich zu den Fotos, die jetzt beim Deutschen Jugendfotopreis prämiert wurden, gebracht? Wie bist Du auf das Thema gekommen?
-- Mein Papa hat mit mir zusammen alle meine Dias angeschaut und hat bemerkt dass ich ganz viele Fotos von meiner Schwester Sonja gemacht habe. Da kam uns die Idee zu der Serie: "Meine Schwester Sonja".

- Wie hast Du die Fotos gemacht?
-- Ich habe Schnappschüsse gemacht.

- Versiehst Du Deine Fotos mit Titel/Text?
-- Damit man weiß, dass auf den Fotos meine Schwester Sonja drauf ist.

- Welche Technik hast Du benutzt?
-- Bis Weihnachten 2005 habe ich mit der "Canon Prima" Unterwasserkamera fotografiert, danach mit der "Canon 300x" Spiegelreflexkamera, immer auf Diafilm und manchmal mit Blitz.

- Wo bzw. wem zeigst Du Deine Bilder?
-- Ich führe die Dias meiner Familie, meiner Oma und meinen Tanten und meinem Onkel mit einem Diaprojektor vor.

- Hast Du Vorbilder in der Fotografie?
-- Ja, mein Papa, weil er immer soviel fotografiert.

- Was ist für Dich das Fotografieren? Welche persönliche Bedeutung hat Fotografie für Dich?
-- Es macht mir Freude.

- Malst Du, schreibst Du auch, machst Du Musik oder Videos?
-- Ich lerne Cello und Klavier spielen.

- Wie wird in Deinem Umfeld Dein Hobby gesehen? Was sagen Deine Freundinnen/Freunde, Lehrer, Verwandten, Eltern dazu, dass Du fotografierst?
-- Meine Eltern freuen sich sehr und meine Tanten, mein Onkel und meine Lehrerin finden es toll, dass ich den 1.Preis beim Deutschen Jugendfotopreis gewonnen habe.

- Hast Du Kontakt zu anderen (jungen) Fotografen, arbeitest Du allein oder auch mal in einem Team?
-- Ich fotografiere meistens alleine.

- Ist das Fotografieren ein Hobby oder könntest Du Dir vorstellen, mit Fotografie später beruflich zu arbeiten?
-- Es ist mein Hobby, was später ist, weiß ich noch nicht.

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