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Julian Röder dokumentiert in seiner Serie die Demonstration der Globalisierungsgegner rund um den Weltwirtschaftsgipfel
von Genua 2001. Diesem brisanten Thema nähert er sich, im Vergleich zu der üblichen Bildberichterstattung in den Medien,
mit ungewöhnlicher Zurückhaltung an. Die besondere Stärke seiner Fotos liegt darin, dass sie Offenheit ausstrahlen. Der
Betrachter bekommt nicht diejenigen präsentiert, gegen die sich der Protest konkret richtet, sondern das »Drumherum«.
Und das in allen Details, sehr ästhetisch: »Waschbrettbauch und Pflastersteine«. In manchen Bildern könnte der Standpunkt
des Fotografen der Standpunkt eines Beteiligten sein: Ganz nah dran. In anderen Bildern ist wiederum eine gewisse Distanz
zu spüren: Handelt es sich bei der Demo nur um einen politischen Akt? Ist es eine Inszenierung? Oder eine ganz spezielle
Variante einer modischen Action- und Spaßkultur? Die Bildsprache von Julian Röder bleibt mehrdeutig und ist nie »belehrend«. |
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