1. Preis   Benjamin Hein, 15 Jahre, Berlin  
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Jury

Interview

 

Der Arbeit von Benjamin Hein sieht man die Inszenierungsfreude sofort an: klappt man die mit rosa Spitze bedeckte Mappe auf, taucht man ein in die Traumwelt mit Porträts eines ornament-verzierten Mädchens. Obwohl ihre Aufmachung an die der Sängerin Madonna in ihrem neusten Videoclip erinnert, handelt es sich keineswegs um eine Kopie. Vielmehr gelingt es Benjamin Hein, die Popästhetik produktiv zu verarbeiten und seinen Bildern eine eigenständige Stimmung zu verleihen. Dies erreicht er sowohl durch die poetische Inszenierung der Fotos wie auch durch die bewußte und liebevolle Gestaltung der Präsentation. Hierbei beweist er ein ungewöhnlich gutes Gefühl für die Kombination verschiedener Stilmittel; die Mischung von Fotografie und Aquarelltechnik zeugt von Experimentierfreude an ausgefallenen und eigenständigen Arbeitsweisen.